Seit 2022 ist die FDP nicht mehr in der Obwaldner Regierung vertreten. Damals wurde Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser deutlich abgewählt. Nun steigen die Liberalen mit dem 34-jährigen Marius Küchler in den Ring. Er unterstreicht in der Sendung «Polit+» bei Tele 1 den Sitzanspruch seiner Partei. «Mit 20 Prozent Wähleranteil haben wir einen Anspruch auf diesen Sitz», so der Kernser. Nichtsdestotrotz seien es aber Kopfwahlen. Sollte ihm die Wahl gelingen, will Küchler Brücken bauen. Symbolisch brachte er deshalb eine Miniaturbrücke aus Legosteinen ins TV-Studio. Zusammengesetzt habe er diese gemeinsam mit seinem vierjährigen Sohn. «Eine Brücke zwischen Politik und Bevölkerung, eine Brücke zwischen verschiedenen Generationen und Schnittstellen, die zusammenarbeiten müssen.»
Kompaniekommandant gegen Oberrichterin
Als eher junger Kandidat führt Marius Küchler seine Führungserfahrung im Militär ins Feld. Küchler hat als Kompaniekommandant gedient. Zugleich attestiert der FDP-Kantonsrat auch seiner Mitstreiterin Franziska Küchler einen breiten Erfahrungsschatz. Tatsächlich bringt die 54-jährige SVP-Kandidatin in der Politik mehr Erfahrung mit. Seit 2024 ist sie nicht nur im Kantonsparlament, sondern auch Gemeinderätin Sarnens. Zuvor war sie 16 Jahre als Oberrichterin tätig. Und beruflich arbeitet sie auf dem Nidwaldner Steueramt. «Ich habe mittlerweile in allen drei Staatsgewalten Erfahrung und ich bin seit 1999 politisch aktiv», so die gelernte LKW-Fahrerin. Sie brachte einen Schlüsselbund ins Tele-1-Studio. «Jede Person, die mir einen Schlüssel in die Hand gibt, drückt mir ihr Vertrauen aus.» Nun hoffe sie, dass sie am 8. März einen weiteren Schlüssel hinzufügen könne. Dann entscheidet das Obwaldner Stimmvolk, wem es sein Vertrauen ausspricht.
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