Obwalden

Die Pläne der Rega standen im Zentrum des Abends

Rund 220 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Gäste aus Politik und Gesellschaft nahmen am 25. Sarner Wirtschafts-Apéro teil. In einer Podiumsdiskussion wurde die  geplante Ansiedlung des Rega-Hauptsitzes in Kägiswil thematisiert.

Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden bei einem kurzweiligen Rundgang einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der Gastgeberin GKM Gewerbekühlmöbel AG. Das GKM-Team hatte den Anlass mit viel Herzblut, Engagement und Freude organisiert. Geschäftsleiter und Mitinhaber Daniel Niederberger begrüsste die Gäste humorvoll und stellte die Geschichte und Tätigkeiten der GKM sowie der Schwesterfirma Tempco vor.

Die seit 1992 in Sarnen ansässige GKM ist schweizweit im Bereich der Kältetechnik tätig und bietet Lösungen vom Gewerbekühlschrank bis zum industriellen Tiefkühllager. Tempco ergänzt das Angebot mit der Vermietung von Kühlmöbeln.

25 Jahre im Zeichen der Sarner Wirtschaft

Gemeindepräsident Jürg Berlinger würdigte in seiner Begrüssungsansprache am vergangenen Donnerstag das 25-Jahr-Jubiläum des Sarner Wirtschafts-Apéros. Er dankte den Sarner Unternehmen für ihren wichtigen Beitrag zu Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen, Innovation und Wertschöpfung und betonte die Bedeutung des vielfältigen unternehmerischen Engagements für die Entwicklung von Gemeinde und Kanton.

Mit Blick auf die geplante Ansiedlung der Rega in Kägiswil unterstrich Berlinger die damit verbundenen Chancen für Sarnen und Obwalden. Die Rega sei eine Institution von nationaler Bedeutung und ihre Ansiedlung ein starkes Vertrauenszeichen für den Standort. Sie könne zusätzliche Arbeitsplätze, neue Wertschöpfung sowie wichtige Impulse für die regionale Wirtschafts-, Technologie- und Aviatikentwicklung schaffen.

Rega als Impuls für den Wirtschaftsstandort

Rega-CEO Ernst Kohler gab anschliessend Einblick in die Pläne für den neuen Hauptsitz beim Flugplatz Kägiswil. Bis 2030 sollen die nationale Luftrettungszentrale, die Verwaltung und der spezialisierte Helikopter-Instandhaltungsbetrieb nach Sarnen verlegt werden. Geplant sind rund 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze und Investitionen von gegen 100 Millionen Franken. Kohler zeigte auf, welche zusätzliche Wertschöpfung, Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie wirtschaftlichen Impulse die Ansiedlung für Obwalden auslösen kann.

Chancen, Risiken und etwas Obwaldner Nachhilfe

In der von Simon Kopp moderierten Gesprächsrunde diskutierten Ernst Kohler, Daniel Niederberger und Jürg Berlinger über Chancen und mögliche Herausforderungen der Ansiedlung. Dabei wurden auch kritische Fragen zu Auswirkungen auf Verkehr, Infrastruktur und Wohnungsmarkt aufgegriffen und aus Sicht der Rega, des lokalen Gewerbes und der Behörden beleuchtet. Dass bei aller Ernsthaftigkeit der Humor nicht zu kurz kam, zeigte ein kleiner Obwalden-Test für Ernst Kohler: Unter anderem musste der Rega-CEO beweisen, ob er bereits weiss, was ein «Tschifeler» ist und welches traditionelle Gericht in Obwalden auf den Tisch gehört.

Die Antwort auf zumindest die zweite Frage folgte beim anschliessenden Essen: Unter anderem wurden «Hindersi Älplermagronä» serviert. Bei Speis und Trank nutzten die rund 220 Gäste die Gelegenheit für unkomplizierte Gespräche, neue Kontakte und den persönlichen Austausch. (zvg/mu)

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