Gemeinderat Francesco Zoppi, Vorsteher Finanzen/Controlling, zeigt sich erfreut über das Ergebnis und wird in einer Mitteilung der Gemeinde zitiert: «Das positive Jahresergebnis resultiert aus einem um 0,1 Millionen Franken tieferen Aufwand und einem um 3,7 Millionen Franken höheren Ertrag.» Im Budget 2023 war ein Ertragsüberschuss von 1,8 Millionen Franken geplant.
Zu den Mehrerträgen beigetragen hätten insbesondere der Fiskalertrag, der um 2,4 Millionen Franken über Budget und 2,8 Millionen Franken über Vorjahr liege. Der Ertrag bei den Grundstückgewinnsteuern sei aufgrund mehrerer ausserordentlich grosser, einmaliger und nicht wiederkehrender Transaktionen um 5,8 Millionen Franken über Budget ausgefallen, heisst es weiter.
Die Einnahmen aus der Grundstückgewinnsteuer sind denn auch der Haupttreiber der steuerseitigen Mehreinnahmen. Denn: Die Steuererträge der natürlichen Personen seien um 1,6 Millionen Franken, jene der juristischen Personen um 1,5 Millionen Franken und die Erbschafts-
und Schenkungssteuern um 0,3 Millionen Franken tiefer als budgetiert ausgefallen.
Tiefere Investitionen
Die Nettoinvestitionen liegen mit 32,2 Millionen Franken um 8,7 Millionen Franken tiefer als budgetiert, was auf Verzögerungen bei einzelnen Projekten zurückzuführen sei.
Die Reserven für zukünftige Abschreibungen sind mit dem Gewinnverwendungsbeschluss 2022 um 19,5 Millionen Franken auf total 70 Millionen Franken erhöht worden. Die Abschreibungen beinhalten auch die Zentrumsgestaltung sowie den Heimfall Alterszentrum Dreilinden.
Nachhaltige Finanzpolitik
Der Ertragsüberschuss von 5,6 Millionen Franken solle auf die neue Rechnung vorgetragen, zur Stärkung der «Reserve für zukünftige Abschreibungen Zentrumsgestaltung» in Höhe von 5,5 Millionen Franken und für Zusatzabschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen verwendet werden. Francesco Zoppi: «Der Gemeinderat verfolgt mit der gewählten Strategie eine nachhaltige Finanzpolitik.» Die geplanten Investitionen seien so bereits zu einem wesentlichen Teil eigenfinanziert.
Die solide Finanzpolitik verfolge das Ziel, Investitionen möglichst mit eigenen Mitteln ohne Verschuldung zu finanzieren. Dank des Überschusses aus dem Jahr 2023 komme die Gemeinde dem Ziel, die grossen anstehenden Investitionen aus eigenen Mitteln zu decken, einen weiteren Schritt näher. Im Finanzplan 2024 bis 2028 sind Bruttoinvestitionen von knapp 178 Millionen Franken geplant. (haz)

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