Gute Neuigkeiten für Liebhaber des gedruckten Abfallkalenders in Horw: Er ist wieder in Papierform erhältlich. Im März wurde er im Gemeindeblatt «Blickpunkt» nach dreimonatiger Pause wieder abgedruckt. Damit ist die ausschliesslich digitale Veröffentlichung des Kalenders passé. Die Gemeinde gibt an, dass Rückmeldungen aus der Bevölkerung sie zu dieser Entscheidung bewogen hätten. Fortan wird er jeweils im Dezember wieder in analoger Form veröffentlicht.
Eigentlich war im vergangenen Oktober noch vom Gemeindeverband Real entschieden worden, auf die digitale Version umzusteigen. Von der Umstellung betroffen waren folgende Gemeinden: Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Dietwil (AG), Ebikon, Emmen, Gisikon, Greppen, Honau, Horw, Inwil, Malters, Kriens, Meggen, Meierskappel, Root, Rothenburg, Schwarzenberg, Udligenswil, Vitznau und Weggis. Geplant war, die Sammeldaten für das Folgejahr jeweils am 1. November aufzuschalten.
Teils kann der Kalender am Schalter bezogen werden
Nun hat Horw den gedruckten Abfallkalender wieder eingeführt. Doch wie sieht es in den anderen betroffenen Gemeinden aus? Von den 21 aufgeführten konnten sich nur 16 zu einer Antwort durchringen. Die Auswertung zeigt: Horw steht in seiner Entscheidung nicht alleine da. In Emmen, Schwarzenberg, Dierikon und Meggen erscheint der Abfallkalender ebenfalls in den Gemeindeblättern – nebst der digitalen Version. Emmen lässt verlauten, dass vor allem ältere Einwohnerinnen und Einwohner ohne Smartphone oder Internetzugang den Dienst schätzen würden.
Einige Verwaltungen bieten an, eine gedruckte Version des Kalenders an den Schaltern zu beziehen. Ein Service, der in Meggen, Vitznau, Rothenburg, Kriens, Dietwil und Weggis genutzt wird. Insbesondere die Druckerpatrone der Rothenburger Verwaltung beansprucht dieses Angebot: Zwischen zwanzig und dreissig Personen hätten hier eine gedruckte Version des Kalenders bezogen, wie sie auf Anfrage mitteilt. Der zweite Platz geht an Malters mit zehn Exemplaren, der dritte an Meggen mit fünf.
Andere Gemeinden haben sich arrangiert
Hervorzuheben ist auch die Gemeinde Weggis, die «wenigen, älteren Personen» den begehrten Kalender sogar per Post nach Hause schickt. In Meierskappel, Ebikon und Buchrain dagegen habe sich die Bevölkerung gut mit dem digitalen Abfallkalender arrangiert. Meierskappel lässt verlauten, dass der digitale Kalender mit «hoher Akzeptanz» angenommen wurde, Buchrain gibt sich besonders mondän: Hier werden die Entsorgungstermine auf dem digitalen Dorfplatz der App Crossiety angezeigt.
Gut, dass ein solches Angebot nicht in Udligenswil herrscht. Hier wünscht sich die Bevölkerung nämlich eine Rückkehr zu den guten, alten Zeiten der gedruckten Abfallkalender. Es werde sogar eine monatliche Veröffentlichung der Daten in der Gemeindezeitschrift geprüft.

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