Vom 25. bis 27. September finden im Zentrum Ranft in Flüeli-Ranft zum neunten Mal die Ranfter Gespräche statt. Unter dem Titel «Weibliche Spiritualität – mutige Mystikerinnen und ihr Widerstand» widmet sich die diesjährige Ausgabe drei Frauen, die ihren Glauben und ihre Spiritualität unter schwierigen Bedingungen lebten.
Eröffnet werden die Ranfter Gespräche am Freitag, 25. September, mit der Performance «Wiborada» der Bibelwissenschaftlerin Moni Egger und des St. Galler Klosterhofquartetts. Wiborada war eine Einsiedlerin und wurde 1047 als erste Frau heiliggesprochen.
Am Samstag stehen mehrere Referate auf dem Programm. Moni Egger spricht über Wiborada, die Theologin Ursula Rapp über Marguerite Porète, Autorin des «Spiegels der einfachen Seelen», und die Seelsorgerin Hildegard Aepli über Etty Hillesum. Alle drei Frauen starben eines gewaltsamen Todes. Die Programmverantwortliche Ursula Bründler Stadler beschreibt sie als Persönlichkeiten, die mit sich und den Umständen ihrer Zeit gerungen hätten, ohne daran zu scheitern.
Lesung und Konzert am Samstag
Im Anschluss an ihr Referat liest Hildegard Aepli aus den Tagebüchern von Etty Hillesum. Musikalisch begleitet wird sie von John Wolf Brennan. Hillesums Tagebücher und Briefe aus den Jahren 1941 bis 1943 sind 2023 erstmals vollständig auf Deutsch erschienen. Sie geben Einblick in die Gedanken- und Glaubenswelt der jungen Niederländerin während des Zweiten Weltkriegs. Den Samstagabend beschliesst ein Konzert der Gruppe «SOOON» mit John Wolf Brennan, Sonja Morgenegg und Toni Majdalani.
Am Sonntag enden die neunten Ranfter Gespräche mit einer Meditation und einer gemeinsamen Feier. Das Zentrum Ranft versteht sich als Haus der Stille, Spiritualität und Solidarität und führt jährlich die Ranfter Gespräche zu spirituellen und religionsverbindenden Themen durch. (zvg/jfi)

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