Die beiden Raiffeisenbanken Schächental und Urnerland verzeichneten 2024 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Sie erzielten einen Gewinn von 2,28 Millionen Franken, was einem Anstieg von 6,52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie Raiffeisen in einer Mitteilung schreibt. Ein Grossteil des Gewinns wurde einbehalten, um die Eigenkapitalbasis der Genossenschaftsbanken weiter zu stärken.
Zum erfreulichen Ergebnis beigetragen haben vor allem die Zins- und Anlagegeschäften. Das Hypothekarvolumen stieg um 3,9 Prozent auf 1,557 Milliarden Franken, ein Zuwachs von 58,9 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Auch die Kundeneinlagen nahmen um 4,4 Prozent zu, was die starke Vertrauensbasis der Kunden in die Banken trotz der anhaltend unsicheren geopolitischen Lage unterstreicht. Ein bedeutender Wachstumstreiber war das Anlagegeschäft, das durch eine erweiterte Angebotspalette und gestärkte Beratungskompetenzen gefördert wurde. Die Depotbestände der Banken stiegen bis Ende 2024 um 13,3 Prozent auf 352,9 Millionen Franken.
Erträge und Kosten in erwartetem Rahmen
Der Geschäftsertrag der beiden Banken blieb mit 25,15 Millionen Franken stabil, fast identisch zum Vorjahr. Während der Nettozinserfolg leicht um 4,5 Prozent auf 19,02 Millionen Franken zurückging, verzeichnete das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft einen Anstieg um 11,8 Prozent auf 4,27 Millionen Franken. Auch der übrige ordentliche Erfolg legte dank höherer Ausschüttungen aus Beteiligungen deutlich zu (+74,6 Prozent). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg moderat um 4,71 Prozent auf 0,84 Millionen Franken.
Auf der Kostenseite erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 11 Prozent auf 13,88 Millionen Franken. Diese Entwicklung ist vor allem auf den gestiegenen Personal- und Sachaufwand zurückzuführen. Die beiden Raiffeisenbanken beschäftigen 74 Mitarbeitende, darunter neun Auszubildende. Der teilzeitbereinigte Personalbestand beträgt 58 Stellenprozente. Zu den Kostensteigerungen trugen zudem Investitionen in Projekte sowie Anpassungen in der gruppeninternen Leistungsverrechnung bei. Trotz der gestiegenen Kosten bleibt das Kosten-Ertrags-Verhältnis mit 52,9 Prozent auf einem hervorragenden Niveau.
Die Kapitalsituation der Urner Raiffeisenbanken sei ausgezeichnet, heisst es weiter. Ein Teil des Gewinns floss in die Verzinsung der Genossenschaftsanteile, während der Rest als Reserve erhalten bleibt. Dies stärke die langfristige Stabilität und Sicherheit der Banken und ermögliche es, weiter in die Nähe zu Kundinnen und Kunden zu investieren.
2025 ist ein Jubiläumsjahr für die Raiffeisenbanken: Die Raiffeisenbank Schächental feiert ihr 100-jähriges Bestehen, während Raiffeisen Schweiz auf 125 Jahre Genossenschaftsgeschichte zurückblickt. Beide Ereignisse werden gebührend gefeiert, unter anderem durch innovative Projekte. Abschliessend heisst es: «Die Raiffeisenbanken in Uri bestätigen mit ihrem Geschäftserfolg einmal mehr die Stärke des Genossenschaftsmodells, das auf Nähe und Mehrwert für die Gesellschaft setzt.» Schweizweit habe der von Raiffeisen geschaffene gesellschaftliche Mehrwert 2023 rund 413 Millionen Franken betragen. (rem)

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