Radio Pilatus gehört zu den erfolgreichsten Privatradiosendern in der Schweiz und ging am 1. Dezember 1983 auf Sendung. Gründungsmitglied und Verantwortlicher für die Konzession war Peter Soland. Im Jahr 1983, an seinem 25. Geburtstag am 30. November, nahm Soland auf dem Sonnenberg in Kriens die Sendeanlage in Betrieb, tags darauf ging Radio Pilatus auf Sendung. Im Alter von 67 Jahren ist Peter Soland nun am 27. Februar 2026 auf einer Kapverdischen Insel gestorben.
«Mein Liebling, mein bester Freund und Kamerad, wurde am 27. Februar 2026 durch einen Herzinfarkt auf der Insel Maio aus dem Leben gerissen. Mein Herz ist untröstlich.» Dies teilte Solands Lebensgefährtin Vera Koch am 5. März auf Facebook mit. In Luzern hinterlässt Soland als Gründer, Initiant und technischer Leiter von Radio Pilatus seine Spuren. In der Zwischenzeit erreicht Radio Pilatus, das heute wie diese Zeitung zu CH Media gehört, täglich über 250‘000 Hörerinnen und Hörer und ist damit das meistgehörte Privatradio der Deutschschweiz. Bei Radio Pilatus lernte Peter Soland auch seine spätere Ehefrau und Mutter seiner drei Kinder kennen. Nach seinem Weggang im Jahr 1984 war er als Journalist bei Luzerner Printmedien tätig und gründete seine eigene Firma, bevor er 2015 persönlicher Mitarbeiter des jetzigen Alt-Regierungsrats Paul Winiker (SVP) wurde. Diese Tätigkeit übte er bis 2023 aus.
Paul Winiker: «Ich bin erschüttert»
Soland und Winiker kannten sich seit ihren Jugendjahren. Beide lebten im Gebiet St. Karli in Luzern. Winiker schätzte Solands Ideen, seine Kreativität und seine Vielseitigkeit. «Wir haben acht Jahre eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Sein Tod hat mich erschüttert», sagt Winiker. Das letzte persönliche Treffen fand im Herbst statt. «Er war unternehmungslustig, freute sich über seine Pensionierung und auf geplante Reisen.»
Vor seinem Tod konnte er sich noch einen Wunsch erfüllen
Dass Soland gerne reiste, bestätigt sein Sohn Sebastian: «Er hatte, auch dank seiner Partnerin Vera Koch, in den letzten Jahren grosse Freude am Reisen entwickelt und die Kapverdischen Inseln entdeckt.» Auch einen seiner grössten Wünsche konnte sich Soland noch erfüllen: eine Reise zur Sphinx und den Pyramiden in Ägypten. «In der Zwischenzeit war er stolzer, zweifacher Grossvater», sagt Sebastian Soland weiter. Was sein Vater nicht mehr erleben wird, ist die Geburt seines dritten Grosskindes, das Anfang April erwartet wird.


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