Jugendnaturschutz

Pro Natura Uri und WWF Uri reaktivieren ihre Jugendgruppenaktivitäten

Corona hat die Aktivitäten der Jugendgruppe ausgebremst. Nun übernimmt Patrik Brand die Koordination in diesem Bereich für die beiden Naturschutzorganisationen und startet mit einem abwechslungsreichen Programm.
Eine Biene auf einer Blume: Im Kleinen kann fast jeder etwas tun.
Bild: zvg

«Seit einigen Jahren gestalten wir unseren Garten naturnah und ich habe Freude daran, zu beobachten, wie die Pflanzen darin wachsen und er von der Tierwelt erobert wird», sagt Patrik Brand, seit kurzem Vorstandsmitglied bei Pro Natura Uri und zuständig für die Jugendgruppe, in einer Mitteilung der Vereine. Nach dem Corona-Ausbruch 2020 musste das Angebot, das von Pro Natura Uri und WWF Uri zusammengetragen wird, gestoppt werden und wurde später nicht mehr wieder aufgenommen.

Der Oberstufenlehrer, der sich seit langem für Kinder und Jugendliche im Sportbereich engagiert, hatte durch sein privates Interesse die Idee, mit ihnen zusammen die Natur zu entdecken und aufzuzeigen, was es hier in Uri alles gibt, wenn man genau hinsieht.

Patrik Brand
Bild: zvg

Deshalb habe er unter anderem geplant, in die Bergimkerei auf Biel zu gehen und zusammen mit Kindern und Jugendlichen herauszufinden, wie Honigbienen leben und wie Wildbienen gefördert werden können. Er möchte beim Fischen den Bach von Müll befreien – und so ganz nebenbei noch Tipps von Profis mitnehmen. Und er will im eigenen Garten das Tier des Jahres, den Braunbrustigel, unterstützen. Auch eine Expedition ins Reussdelta, ein Kletterevent und ein Besuch in der Vogelwarte Sempach können erlebt werden.

Die Natur neu entdecken

«Es ist für mich selbst eine Chance, Neues zu entdecken», sagt Patrik Brand. Er gibt zu, zum Beispiel immer nur mit dem Velo durch das Reussdelta gefahren zu sein, aber nie innegehalten und in der Nähe oder mit dem Fernglas einmal genau hingeschaut zu haben. Er sei selbst sehr gespannt, was auf dem Naturlehrpfad alles erforscht werden kann.

Bei seiner Suche nach Helfenden, die bei den Events auch zukünftig die Leitung übernehmen könnten, konnte er einige für ein längerfristiges Mitwirken gewinnen. Dazu gehören die schnellste Windsurferin der Welt, Heidi Arnold-Ulrich, und ihr Mann Christian, die beide leidenschaftlich klettern, die Umweltberaterin Martina Bühlmann aus Alpnach Dorf und der Musiker Armin Scheuber.

«Warum ich das mache, ist, weil man neue Leute kennenlernt und den Horizont erweitert», erzählt Brand. Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, die Natur aktiv zu erleben, mit anderen Augen zu sehen und sie dafür zu sensibilisieren, ist dem engagierten Pädagogen und Vater von drei Kindern ein grosses Anliegen. (zvg)

www.pronatura-ur.ch/de/jugendgruppe

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