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Statistik

Kantonspolizei Uri verzeichnet weniger Straftaten und mehr Verkehrsunfälle

Bei der Kriminalität registrierte die Kantonspolizei Uri bei den  Straftaten eine geringfügige Abnahme von -0,8 Prozent. Im Strassenverkehr stieg die Zahl der Unfälle mit +3,7 Prozent leicht an, wobei zwei tödlich verletzte Personen zu beklagen waren.

2025 wurden im Kanton Uri insgesamt 1117 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz und Ausländergesetzgebung erfasst, was im Vergleich zum Vorjahr (1126) einer Abnahme um -0,8 Prozent entspricht. Damit ist die Kriminalitätslage im Kanton Uri laut einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Uri «nach wie vor auf einem tiefen Niveau».

Die Gesamtzahl der Gewaltstraftaten im Kanton Uri sank 2025 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 83 verzeichnete Delikte. An schweren Gewaltstraftaten wurden 2025 weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt begangen, noch wurde eine schwere Körperverletzung oder eine Raubtat verzeichnet.

Zunahme von Sexualdelikten

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Integrität ist gesamthaft von 30 auf 38 angestiegen. Hinsichtlich schwerer Delikte wurden zwei Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht, zudem mussten fünf Delikte wegen sexueller Handlungen mit Kindern und 21 Fälle wegen Pornografie rapportiert werden.

Auch im Kanton Uri kommt es immer wieder zu häuslicher Gewalt.
Bild: Symbolbild: Florian Arnold

Im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt rapportierte die Urner Polizei im Berichtsjahr eine Gefährdung des Lebens (Vorjahr 0), zwei Vergewaltigungen (1), vier einfache Körperverletzungen (5), zwölf Tätlichkeiten (20) und acht Drohungen (15).

Cyberkriminalität nimmt weiterhin zu

Im Bereich der Cyberkriminalität wurde eine Zunahme um 22 Prozent auf nunmehr 209 Straftaten verzeichnet. Dabei standen bei der  Wirtschaftskriminalität Betrugshandlungen mit 128 Taten zahlenmässig klar im Vordergrund.

Auch bei den Cyber-Sexualdelikten war eine Zunahme um 44 Prozent auf gesamthaft 23 Straftaten zu verzeichnen, wobei 14 Fälle von verbotener Pornografie und neun Cyber-Groomingdelikten (Kontakte von Erwachsenen zu Kindern und Jugendlichen, mit der Absicht sexuelle Gefälligkeiten oder einen sexuellen Missbrauch zu erzwingen) im Vordergrund stehen.

Viel Stau und mehr Verkehrsunfälle

Stau vor dem Gotthard in Richtung Süden.
Bild: Dominik Wunderli (Wassen, 20. 7. 2025)

Die Urner Strassen waren im letzten Jahr laut Verkehrsunfallstatistik wiederum sehr stark frequentiert. Insbesondere auf der Autobahn A2 in Richtung Süden kam es verschiedentlich zu grossen Staulagen. In den Sommermonaten stark belastet waren auch die Passstrassen und die Strassen entlang der Naherholungsgebiete.

Die Kantonspolizei verzeichnete 2025 eine leicht erhöhte Anzahl an Verkehrsunfällen gegenüber dem Vorjahr. So ereigneten sich im Kanton Uri 311 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle gegenüber 300 im Vorjahr. Dabei verletzen sich zwei Personen tödlich. 46 Personen verletzten sich schwer und 112 Personen leicht. Insgesamt steigt die Anzahl der verunfallten Personen gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent. An der Spitze der Unfallursachen standen wiederum Unaufmerksamkeit und Ablenkung, gefolgt von Nichtanpassen der Geschwindigkeit. Gegenüber dem Vorjahr sank die durch Verkehrsunfälle entstandene Schadenssumme auf rund 3'686'000 Franken.

17'411 Schwerfahrzeuge kontrolliert

Im Jahr 2025 kontrollierte die Kantonspolizei Uri gemäss der Schwerverkehrsstatistik während insgesamt 88'580 Stunden den Schwerverkehr. Diese Kontrollen erfolgten grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld, mobil auf der Strasse oder direkt in den Urner Unternehmen. Dabei untersuchten die Mitarbeitenden 17'411 Schwerfahrzeuge (Vorjahr: 17'685). Aus den Kontrollen resultierten 5749 Anzeigerapporte und 659 Ordnungsbussen mit 9202 Verkehrsregelverstössen (Vorjahr: 9493). Wie schon im vergangenen Jahr waren die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Uri vermehrt mit neuen Fällen von erhöhten Emissionswerten und Manipulationsphänomenen bei den Fahrzeugsystemen konfrontiert.

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