Uri

Pistenfahrzeug auf der Eggberge erhält neuen Unterstand

Am Freitagnachmittag fand auf der Eggberge der Spatenstich für den neuen Unterstand des frisch angeschafften Pisten-Bullys statt. Gerechnet wird mit Kosten von rund 200’000 Franken. Die Genossenschaft ist auf der Suche nach finanzieller Unterstützung.
Am Spatenstich beteiligten sich; von links: Hermann Herger (Gotthard Holzbau GmbH), Remo Bulgheroni (Präsident), Erich Aeschlimann (Kassier), Hans Planzer und Jules Christen (Aktuar). (Bild: Paul Gwerder (30. August 2019)

Paul Gwerder

Die Eggberge ist die Sonnenterrasse am Eingang zum Schächental oberhalb von Altdorf und im Sommer ein Wanderparadies für Jung und Alt. Im Winter ist es ein beliebtes Skigebiet für Kinder, Familien, Schulen und Klassenlager. Herzstück ist der 1254 Meter lange Skilift, mit dem die Gäste eine Höhendifferenz von rund 280 Metern überwinden können. Die Einheimischen sowie die Tages- und Feriengäste schätzen die immer gut präparierten Pisten. Unterhalten und betrieben wird der beliebte Skilift von einheimischen Landwirten.

Nun ist das alte Pistenfahrzeug in die Jahre gekommen. Es war mehr als 30 Jahre lang auf der Eggberge in Betrieb und musste ersetzt werden, da der Aufwand und die Reparaturen immer grösser wurden. Die Skiliftgenossenschaft hat nun bei der Firma Kässbohrer ein Occasion-Pisten-Bully zum Preis von 90’000 Franken gekauft. Weil das neuerworbene Pistenfahrzeug nicht mehr in die alte Garage passte, musste ein neuer Standort gesucht werden. «Grosszügigerweise bot uns Hans Planzer an, den neuen Unterstand im Baurecht direkt an sein Wohnhaus anbauen zu dürfen», sagte Remo Bulgheroni, Präsident der Skiliftgenossenschaft. Hans Planzer ist ein «Urgestein» auf der Eggberge und er hilft jedes Jahr viele Stunden beim Betrieb des Skilifts mit – dies unentgeltlich.

Alle ziehen am gleichen Strick

Am späten Freitagnachmittag fand nun beim Haus von Hans Planzer der Spatenstich für den Unterstand des neuen PistenBullys statt. Mit dabei waren dort neben des Präsidenten Remo Bulgheroni auch Jules Christen (Aktuar), Erich Aeschlimann (Kassier) sowie Mitglied Hermann Herger von der Firma Gotthard Holzbau GmbH, der den Anbau erstellen wird. Es wird dort ein einfacher, 2-stöckiger Holzbau mit Betonsockel und den Abmessungen von 8 auf 11 Metern entstehen, in welchem das frisch angeschaffte Pistenfahrzeug ein Dach über dem Kopf hat. Im Kellergeschoss gibt es einen Tankraum und daneben eine Garage für den Besitzer des Hauses.

Die Genossenschaft rechnet für diesen Bau mit Kosten in der Höhe von rund 200’000 Franken. «Wir haben diese Investitionen nur gewagt, weil wir auf der Eggberge ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Bewohnern und Ferienhausbesitzern haben und wir immer wieder erfreut feststellen konnten, dass es einen grossartigen Zusammenhalt unter den Leuten gibt und alle am gleichen Strick ziehen», betonte Jules Christen. «Weil der Betrieb des Skiliftes jedes Jahr nur sehr wenig Gewinn abwirft, sind die 178 Genossenschaftsmitglieder dringend noch auf finanzielle Unterstützung von der öffentlichen Hand, Organisationen oder Gönnern und Sponsoren angewiesen», erklärte Kassier Erich Aeschlimann. «Wir werden versuchen, die Kosten so tief wie möglich zu halten», versicherte Bulgheroni. «Der Unterstand wird rechtzeitig auf den Winter fertig sein, sodass unser Pistenfahrzeug dort sicher eingestellt werden kann», so der Präsident.

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