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Kriens/Alpnachstad

Pilatusbahnen erzielen Rekord bei Umsatz und Gewinn – jetzt soll der Winter den nächsten Schub bringen

Trotz Wetterkapriolen blicken die Bahnen auf ein Rekordjahr zurück. Sie wollen weiterwachsen – vor allem im Winter.
Am 12. Mai startet die Zahnradbahn in die Sommersaison.
Bild: zvg

Die Pilatusbahnen haben im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 43 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 7,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Umsatz der Firmengeschichte, wie die Pilatusbahnen mitteilen. Dazu beigetragen hat trotz des eher bescheidenen Wetters im Frühling und im Frühherbst die weitere Erholung der wichtigsten Märkte. Zudem war das Reiseverhalten der Schweizer Gäste mit einem Besucheranteil von 50 Prozent stabil. Unter dem Strich kletterte der Jahresgewinn auf 1,9 Millionen Franken (Vorjahr: 1,8 Millionen Franken), was ebenfalls Rekord ist. Zu kämpfen hatten die Bahnen mit den Stromkosten, die sich aufgrund der Marktpreise verdoppelt haben.

Jeden Tag fahren über 2000 Gäste auf den Berg

Die Zahl der beförderten Gäste stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent auf 797’000 Besucherinnen und Besucher an. Die Zahl blieb jedoch hinter den Werten vor der Coronapandemie zurück. 2019 reisten 840’000 Gäste auf den Berg. Die Goldene Rundfahrt – die Reise mit Schiff ab Luzern und mit der Zahnradbahn ab Alpnachstad auf den Pilatus und mit Luftseilbahn und Gondelbahn nach Kriens (oder umgekehrt) – bleibt ein Publikumsmagnet, besonders bei internationalen Gästen. Insgesamt brachte die Zahnradbahn 435’000 Gäste ans Ziel (Vorjahr: 393’000). Die Zahl der internationalen Gäste aus den USA (+5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und vermehrt auch wieder jene aus China (+50 Prozent) stiegen weiter an.

«Die internationalen Gäste sind für uns wichtig, weil sie uns eine Grundauslastung geben, wenn das Wetter mal nicht gut ist», sagt Sandra Bütler, die seit einem Jahr CEO der Pilatusbahnen ist. Der wichtigste ausländische Markt ist der US-amerikanische. Gibt es Zielmärkte, welche die Bahnen anvisieren? Bütler setzt Hoffnungen in Märkte wie Brasilien, Südostasien und China. Am wichtigsten und grössten bleibt aber die Schweiz: «Wir setzen auf nachhaltige Entwicklung, damit der Naturraum Pilatus erhalten bleibt», sagt Bütler.

Im letzten Jahr brachte die Gondelbahn 797’000 Gäste auf den Berg.
Bild: Pius Amrein (Kriens, 20. 12. 2024)

Bahnen wollen im Winter weiterwachsen

Im Sommer, insbesondere in den Ferienmonaten Juli und August, kratzt das Bahnunternehmen oft an der Kapazitätsgrenze. In den Wintermonaten hätten die Pilatusbahnen noch Wachstumspotenzial. «Der Fokus liegt daher in der Weiterentwicklung bei den Winterprodukten», sagt Bütler. Events wie der Christkindlimarkt mit 12’000 Besuchenden oder der Day-Dance hätten sehr gut funktioniert. Neue Angebote seien in Planung, aber noch nicht spruchreif, so Bütler. Auch in die Infrastruktur wollen die Bahnen investieren: Der Ersatz der Panorama-Gondelbahn und die Sanierung des Hotels Bellevue sind zwei Schlüsselprojekte, welche in Vorbereitung sind. «Wir sind derzeit dabei, einen Anforderungskatalog zu erstellen», sagt Bütler. Es gehe darum, aufzuzeigen, welche Bedürfnisse bestehen und was möglich sei und was nicht.

Gut bewährt hätten sich das Reservationssystem für die Zahnradbahn und die Einführung von Platzkarten in Alpnachstad. Die Wartezeiten hätten für die Besucherinnen und Besucher verkürzt oder angenehmer gestaltet werden können. Weiter steigern wollen die Bahnen die Zufriedenheit der Gäste. Neben Informationen zur Anreise und möglichen Wartezeiten sowie besserer Beschilderung nennt Bütler auch Verbesserungen an der Talstation in Kriens wie etwa eine Single-Line beim Zustieg zur Gondelbahn oder ein breiteres Trottoir.

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