Lucien Rahm
Lucien Rahm
Bereits ihr 15-jähriges Bestehen konnte die Altdorfer Pflegewohngruppe Höfli im vergangenen Jahr feiern. Das Jubiläum zelebrierte sie mit diversen Anlässen, die teils auch für die Öffentlichkeit zugänglich waren. Darunter zwei Vortragsabende, an welchen die Besucher unter anderem Tipps für den Umgang mit dementen Personen erhielten.
Für die Bewohner des Heims hat die Stiftung zum Jubiläum den hauseigenen «Fun-Park» umgestalten lassen. Im gemeinsamen Aufenthaltsraum stehen für die Heimbewohner diverse Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten bereit. Dieser wurde vergangenes Jahr unter anderem mit mehreren gemütlichen Plätzen zum Verweilen versehen, heisst es im Jahresbericht. Zum Beispiel gibt es nun spezielle Sessel an einem künstlichen Cheminée. Für die Umgestaltung wurden dem «Höfli-Fonds», der aus Spenden besteht, 32'000 Franken entnommen. Nicht ganz so viel Anlass zum Festen gibt das Geschäftsergebnis 2018 der Gruppe, welches sie am Montag präsentierte. Für vergangenes Jahr verzeichnet sie nach Abschreibungen einen leichten Aufwandüberschuss: Es resultiert ein geringer Verlust von knapp 1900 Franken. «Das hat uns nicht überrascht», sagt Geschäftsleiterin Ursulina Cadruvi auf Anfrage. Denn ein Minus sei bereits bei der Budgetierung vorgesehen gewesen. Da sich die Höhe der Pflegekosten, welche in Rechnung gestellt werden können, nach der Betreuungsintensität der Bewohner richtet, könne zu Jahresbeginn nicht genau abgeschätzt werden, wie viel Einnahmen dadurch entstehen. Der Bedarf könne unter dem Jahr variieren. Auch könnten krankheitsbedingte Personalausfälle zu Zusatzkosten führen.
Da sie als Pflegewohnheim auch keine übermässigen Gewinne erwirtschaften dürfen, sei ein geringer Verlust nicht unüblich. Dieses Minus wird durch das Stiftungsvermögen gedeckt. «Dank des Eigenkapitals der Stiftung verträgt es auch einmal ein Jahr mit einer Nullrunde», so Cadruvi. Im Geschäftsbericht wird ein Eigenkapital von 1,03 Millionen Franken ausgewiesen.
Auslastung lag bei 98 Prozent
Gegenüber dem Vorjahr konnte der Negativwert um über 12'000 Franken gesenkt werden. 2017 betrug dieser rund 14'000 Franken. Eingenommen hat die Pflegewohngruppe vergangenes Jahr mit ihren Leistungen 2,8 Millionen Franken. Diesen stehen unter anderem Personalaufwände von 2,3 Millionen Franken gegenüber. 47 Angestellte teilen sich im Wohnheim 27 Vollzeitstellen. 25 demente Bewohner, die sich jeweils zu viert eine betreute Wohnung teilen, leben im Heim. 2018 lag die Auslastung bei rund 98 Prozent.


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