In den sieben Nidwaldner Pflegeheimen standen Anfang 2025 insgesamt 522 Plätze für Pflege und Betreuung zur Verfügung. Das waren 17 mehr als im Vorjahr. Ende Jahr lebten 497 Personen in den Heimen. Im Jahresdurchschnitt waren die Institutionen zu 94,8 Prozent ausgelastet und damit weniger stark als im Vorjahr. Der Zentralschweizer Durchschnitt lag bei 96,3 Prozent. Dies zeigen neue Zahlen von Lustat Statistik Luzern.
Deutlich zugenommen haben in Nidwalden die Eintritte. Insgesamt wurden 425 verzeichnet, knapp 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Gut die Hälfte davon entfiel auf Langzeitaufenthalte. Gleichzeitig stieg der Anteil der Kurzzeitaufenthalte auf knapp 48 Prozent. Seit 2016 hat sich deren Zahl mehr als verdoppelt. Knapp zwei Drittel der Kurzzeitaufenthalte endeten mit der Rückkehr ins eigene Zuhause.
Tiefere Auslastung in Obwalden
Auch das Beschäftigungsvolumen nahm leicht zu. Die Nidwaldner Pflegeheime beschäftigten insgesamt 803 Personen. Im Jahresmittel entsprach dies 549 Vollzeitstellen, acht mehr als im Vorjahr. Die Gesamtkosten beliefen sich auf gut 62 Millionen Franken, denen Betriebserträge von rund 61 Millionen Franken gegenüberstanden.
Auch in Obwalden standen mehr Plätze zur Verfügung. Die sieben Pflegeheime boten Anfang 2025 insgesamt 481 stationäre Plätze an. Das Kurhaus am Sarnersee ist dabei nicht eingerechnet. Ende Jahr lebten 446 Personen in den Heimen, knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Auslastung sank von 93,8 auf 89,3 Prozent. Damit wies Obwalden die tiefste Auslastung unter den Zentralschweizer Kantonen auf.
Anders als in Nidwalden sank die Zahl der Eintritte. Insgesamt wurden 243 gezählt, knapp 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Etwas mehr als die Hälfte waren Kurzzeitaufenthalte. Auch deren Zahl ging zurück. Mehr als die Hälfte dieser Aufenthalte endete mit der Rückkehr nach Hause.
Heime brauchen mehr Personal
Zugenommen hat hingegen der Anteil der Aufenthaltstage mit hohem Pflegeaufwand. Er stieg von gut 27 auf rund 30 Prozent. Gleichzeitig beschäftigten die Obwaldner Heime mehr Personal: Insgesamt waren es 867 Personen, 89 mehr als im Vorjahr. Das Beschäftigungsvolumen erhöhte sich auf 589 Vollzeitstellen. Die Gesamtkosten lagen bei gut 62 Millionen Franken, die Betriebserträge bei rund 58 Millionen Franken.
Das Alters- und Pflegeheim Nidwalden an der Nägeligasse in Stans ist gemäss der kantonalen Pflegeheimliste das grösste Heim. Dahinter folgen das Seniorenzentrum Zwyden in Hergiswil und das Wohn- und Pflegezentrum Städelipark in Buochs. Die Residenz Am Schärme in Sarnen ist mit 150 Plätzen die grösste Institution im Kanton Obwalden. Danach folgt das Felsenheim in Sachseln mit 70 Plätzen. Die Obwaldner Pflegeheimliste umfasst zudem den Allmendpark, dr Heimä, Eyhuis, Erlenhaus und Huwel.

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