Ewigkeitschemikalien, sogenannte PFAS, bergen verschiedene gesundheitliche Risiken. Oft verwendet, gelangen sie in die Umwelt und auch ins Trinkwasser. Die vom Bund festgelegten Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser werden im Kanton Luzern eingehalten, wie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz (DILV) mitteilt.
2023 wurden im Rahmen einer schweizweiten Kontrolle 28 Luzerner Trinkwasserproben auf PFAS untersucht. 2025 kamen weitere 44 Proben dazu, die von der DILV erhoben und im kantonalen Labor untersucht wurden. Sämtliche in diesem Zeitraum erhobenen Proben lagen nicht nur unter den in der Schweiz geltenden Grenzwerten, sondern auch unter denjenigen der EU, die strenger sind und voraussichtlich 2026 von der Schweiz übernommen werden.
Weitere Untersuchungen seien dennoch angezeigt, da auch lokal Verunreinigungen auftreten können, etwa durch Altlasten oder Bautätigkeiten, schreibt die DILV.
Trifluoressigsäure in jeder Probe nachgewiesen
Neben PFAS wurde das Trinkwasser auch auf Trifluoressigsäure getestet. Diese kann beim Abbau von PFAS oder aus Kühlmitteln entstehen. Während PFAS in 40 Prozent der Proben nachgewiesen wurden, sind es bei der Trifluoressigsäure 100 Prozent. Kantonschemiker Silvio Arpagaus warnt: «Über die Langzeitauswirkungen dieser Stoffe ist noch nicht viel bekannt und allenfalls werden für diese auch neue Höchstwerte festgelegt.» Es müsse dafür gesorgt werden, dass nicht noch mehr dieser Stoffe in die Umwelt und ins Trinkwasser gelangen. (sig)

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.