
Für die Urner Pfadiabteilungen, die Blauring- und Jungwachtscharen sowie für weitere Jugendvereine wie Zigani Fiora aus Flüelen beginnen die wohl spannendsten und erlebnisreichsten Tage des Jahres. Sie ziehen in ihre Sommerlager. Aufgebrochen ist am Montag auch die Pfadi St. Martin aus Altdorf. Die beiden Lagerleiter Leandro Huber («Plexi») und Silvio Gisler («Hüpi») warteten am Montagvormittag beim Bahnhof Altdorf gespannt auf die vielen Lagerteilnehmenden. Die Reise ging nach Schmerikon im Kanton St. Gallen. Die Gemeinde mit knapp 4200 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt am Obersee, dem oberen Teil des Zürichsees.
Mit dem Zug und dann als Überraschung auch mit dem Schiff stimmte bereits die Anreise auf das Lagermotto Wilder Westen ein. Auch wenn es längst nicht so abenteuerlich und nostalgisch zuging wie einst auf der langen Reise von Europa über den grossen Teich nach Amerika. Zum Erlebnis wurde es allemal.
«Seit dem vergangenen Donnerstag sind wir mit dem Aufbau des Sommerlagers beschäftigt», sagte Leandro Huber kurz vor der Abreise beim Bahnhof Altdorf. «Jetzt freuen wir uns ganz fest, dass auf dem Lagerplatz Leben einkehrt und die Kinder endlich dabei sind.» 29 Kinder und 15 Leitende sind im Sommerlager mit dabei. «Wir hoffen auf zwei Wochen mit ganz vielen Abenteuern in unserem Wilden Westen.»
Für die Sommerhitze gewappnet
Und was wird im Sommerlager gegen die in den kommenden Tagen zu erwartenden hohen Temperaturen unternommen? «Wichtig ist, dass alle genug trinken und viele Pausen eingeplant werden», so Leandro Huber. «Wir haben einen Lagerplatz, der viel Schatten bietet. Sicher werden wir auch viel Zeit im nahegelegenen Wald verbringen.»
Präses Walter Arnold («Chrapfä») blickt gespannt auf die bevorstehenden Tage: «Jedes Jahr bietet das Sommerlager ein neues Abenteuer.» Ganz besonders freut er sich darüber, dass die Pfadi St. Martin heuer im Sommerlager eine so grosse Gruppe ist. Viele Kinder sind bei der Wölflistufe erstmals im Lager. Der Präses ist die erste Woche im Sommerlager mit dabei. Er beabsichtigt, sich in dieser Zeit insbesondere um die jüngsten Lagerteilnehmenden zu kümmern und will da sein, falls jemand Heimweh hat. «Ich setze mich dafür ein, dass alle einen guten Start ins Lagerleben haben und es ihnen wohl ist.»
Für Walter Arnold steht während des Sommerlagers der Pfadi St. Martin Altdorf das Gemeinschaftserlebnis im Zentrum. Die Lagerteilnehmenden verbringen zwei Wochen in der Natur. «Spielen und Spass haben sollen im Vordergrund stehen», so Walter Arnold. Zu einem guten Miteinander gehören für den Präses, dass alle aufeinander Rücksicht nehmen und die Regeln einhalten. Er ist aber überzeugt, dass alles ohne Komplikationen ablaufen wird. Es sei eine gute Gruppe, die sich zusammengefunden habe, gibt er sich überzeugt. «Sehr pflichtbewusste Leiter haben das Lager und die verschiedenen Lagerblöcke optimal vorbereitet.»
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