Obwalden/Nidwalden

Fast alle Schulabgehenden haben eine Anschlusslösung

Die aktuelle Befragung der Schulabgängerinnen und Schulabgänger zeigt, dass praktisch alle eine Anschlusslösung gefunden haben. Die meisten Jugendlichen starten im Herbst 2026 eine Lehre.

Für 375 Jugendliche im Kanton Obwalden (Vorjahr 408) und 389 Jugendliche im Kanton Nidwalden (405) ist in diesem Monat die obligatorische Schulzeit zu Ende gegangen. Die allermeisten haben eine Anschlusslösung gefunden. 99,8 Prozent in Obwalden und 99,2 Prozent in Nidwalden wissen, wie es nach der Schulzeit weitergeht. Diese Zahlen seien erfreulich, halten die Berufs- und Weiterbildungsberatung Obwalden und die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Nidwalden in einer Mitteilung fest. «Wir danken allen Beteiligten, insbesondere den Lehrpersonen der Orientierungsschule, für die umsichtige und engagierte Begleitung der Jugendlichen im Berufswahlprozess», wird Sandra Portmann, Leiterin Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Nidwalden, im Namen beider Kantone zitiert.

An den Berufsinformationstagen können Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufe kennenlernen.
Bild: zvg

Rund zwei Drittel aller Schulabgängerinnen und Schulabgänger (Obwalden 68,4 Prozent und Nidwalden 66,6 Prozent) starten im August in eine 2-, 3- oder 4-jährige berufliche Grundbildung. Mehrheitlich haben die Jugendlichen eine Lehrstelle im eigenen Kanton gefunden.

Liste der meistgewählten Berufe in beiden Kantonen gleich

Bei den am meisten gewählten Berufen führen in beiden Kantonen dieselben die Hitparade an. 77 junge Frauen und Männer beginnen eine kaufmännische Lehre (Vorjahr 80), 38 (52) starten als Fachmann/-frau Gesundheit und 25 (25) beginnen die Lehre als Elektroinstallateur/innen. Weiterhin beliebt sind handwerkliche Berufe sowie Ausbildungen im Detailhandel und im Gesundheitswesen.

Die meisten entscheiden sich für geschlechtstypische Berufe, einzelne ergreifen jedoch auch geschlechtsuntypische Berufe wie Baumaschinenmechanikerin, Fachmann Gesundheit, Fahrradmechanikerin oder Kältesystem-Monteurin. Auch eher selten gewählte Berufe kommen vor, so etwa Architekturmodellbauer/in, Ofenbauer/in oder Zahntechniker/in.

Der Anteil Jugendlicher, die mehr als ein Jahr vor Lehrbeginn eine Stellenzusage erhalten haben, hat sich gegenüber zuletzt nochmals vergrössert. 80 Prozent, die eine Lehre beginnen, geben an, dass die Lehrstelle ihrem Wunschberuf entspricht. Insgesamt verspürte rund ein Drittel einen grossen bis sehr grossen Druck bei der Berufswahl und Lehrstellensuche. Rund die Hälfte berichtet von moderatem Druck.

Weniger als 10 Prozent machen ein Zwischenjahr

Etwas mehr als ein Fünftel der Schulabgängerinnen und Schulabgänger tritt in eine weiterführende Schule über, wobei die weiblichen Jugendlichen sowohl in Obwalden als auch in Nidwalden mit rund 60 Prozent die Mehrheit bilden.

Der Anteil Jugendlicher mit einem Zwischenjahr liegt in Obwalden mit 8,3 Prozent leicht tiefer als im vergangenen Jahr (9,3 Prozent). Anders in Nidwalden: Hier starten mehr Jugendliche mit einem Zwischenjahr (9,8 Prozent) als im Vorjahr (6,9 Prozent).

Nur ganz wenige Jugendliche wussten zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht, wie es für sie nach dem Sommer weitergeht (in Obwalden 1, in Nidwalden 3). Sie befinden sich noch im Bewerbungsverfahren für eine Lehrstelle oder orientieren sich neu. In beiden Kantonen sind aktuell noch zahlreiche Lehrstellen offen. Lehrverträge können bis zu den Herbstferien abgeschlossen werden. (zvg/mu)

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