Die Immobilienstrategie des Kantons Obwalden sieht die Zusammenlegung des Sicherheits- und Sozialdepartements, des Bau- und Raumentwicklungsdepartements sowie des Staatsarchivs und des Archivs der Kantonsbibliothek auf dem Areal Foribach vor. Zudem hat der Regierungsrat beschlossen, die Lagerräumlichkeiten des Historischen Museums Obwalden mit in die Planung einzubeziehen. Nun hat der Kanton im Amtsblatt die Ausschreibung eines offenen Projektwettbewerbs bekannt gegeben.
Das 50 Jahre alte Polizeigebäude auf dem Areal entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und muss umfassend saniert werden. Das markante Gebäude, das 1976 vom Architekten Paul Dillier gebaut worden war, wurde seither kaum saniert. Eine Zustandsanalyse von 2007 zeigte, dass viele Gebäudeteile bereits damals ihre Lebensdauer überschritten hatten und Mängel bei Brandschutz, Erdbebensicherheit, Barrierefreiheit sowie bei der Energieeffizienz bestehen. Bisherige Massnahmen beschränkten sich auf Reparaturen und technische Nachrüstungen. Trotz der 2012 realisierten Aufstockung besteht weiterhin Platzmangel und die veraltete Gebäudestruktur beeinträchtigt einen modernen und effizienten Verwaltungs- und Polizeibetrieb.
245 Büroarbeitsplätze vorgesehen
Der Raumbedarf von insgesamt 10 320 m² Nutzfläche für die Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten am Standort Foribach wurde in Zusammenarbeit mit den betroffenen Departementen erarbeitet und optimiert. Er wurde auf die prognostizierte Arbeitsplatzentwicklung von insgesamt 245 Büroarbeitsplätzen bis 2040 ausgerichtet. Die Büros sind vorwiegend als Mehrpersonenbüros geplant. Einzelbüros sind künftig Führungskräften und Mitarbeitern mit speziellen Aufgaben vorbehalten.
Mit dem offenen und einstufigen Projektwettbewerb soll der Ausbau des Areals mit Fokus auf optimierte betriebliche Abläufe und eine möglichst reibungslose Etappierung aufgezeigt werden. Die Investitionskosten für das gesamte Projekt werden auf 66 Millionen Franken geschätzt. Vorgesehen ist die Vergabe eines Generalplanerauftrags. Die Projektbeiträge müssen bis zum 22. Januar 2027 eingereicht werden.
Die Unterlagen für die Ausschreibung können online unter www.simap.ch/de heruntergeladen werden. Es werden keine Unterlagen in Papierform zugestellt. Darin sind auch Informationen über eine gemeinsame Begehung am 22. September enthalten.




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