Auszeichnung

Wetterpech auf dem Oberalppass

Statt neben dem Leuchtturm Rheinquelle auf dem Oberalppass musste die Übergabe des grossen roten Leuchtturmschlüssels an Ehren-Leuchtturmwärter Albin Brun wegen Platzregens im nahen Restaurant erfolgen.
Albin Brun wurde als Ehrenwärter 2026 des Leuchtturms Rheinquelle auf dem Oberalppass mit einem Fest und Konzert eingeführt.
Bild: Emanuel Ammon/Aura/zvg

Der Schock sass tief, als Regen mit Sturmwind bereits um 13.30 Uhr einsetzte. Alles war bereit für den Festakt auf und neben dem Leuchtturm. Die Ton- und Sprachproben abgehakt, als das Unwetter losbrach. Mit Abdecken der Instrumente und technischen Apparaturen versuchte man zuerst, das Schlimmste zu verhindern – ohne Erfolg.

Im Kampf mit den Naturgewalten.
Bild: Emanuel Ammon/Aura/zvg

Und dennoch begann die auf 15 Uhr angesetzte Feier zur Einsetzung von Albin Brun pünktlich im Restaurant Ustria Alpsu. Die Sitzgelegenheiten waren etwas enger, das Licht weniger strahlend und der Ton unverstärkt. Ein ganz neuer und ungewohnter Charme machte sich breit.

Albin Brun (li) wird als Ehrenwärter 2026 des Leuchtturms Rheinquelle auf dem Oberalppass durch die Übergabe des Schlüssels durch Stiftungsrat Hanno Wyss in das Ehrenamt eingeführt.
Bild: Emanuel Ammon/Aura/zvg

Das Albin Brun Trio (Albin Brun, Schwyzerörgeli und Saxophon, Claudio Strebel, Kontrabass, und Markus Lauterburg, Schlagzeug/Perkussion) führte als Einstieg den zahlreichen Gästen auf witzige Art vor, wie sie geplant hatten, den Leuchtturm als erweitertes Perkussionsobjekt zu bespielen.

Ausstellung mit Steinmannli-Fotos

In der anschliessenden Laudatio unterstrich Stiftungsrat Hanno Wyss den starken Bezug von Albin Brun zur Natur und speziell zu den Bergen. Aber auch am und im Wasser fühlt sich Albin als langjähriger Winterschwimmer äusserst wohl. So ist es nachvollziehbar, dass er über die vergangenen dreissig Jahre an den verschiedenen Küsten Europas fragile Steinmannli aufgetürmt und fotografiert hat. Während seiner Amtszeit als Leuchtturmwärter ist eine Auswahl dieser wunderbaren Steinmannli-Fotos im Leuchtturm ausgestellt und zu besichtigen.

Danach begann das eigentliche Konzert des Albin Brun Trios. Der Journalist und Musikkritiker Pirmin Bossart beschreibt die Klangwelt Albin Bruns wie folgt: «Es ist ein Gefühl wie Heimweh und Fernweh zugleich. Wenn alles im Lot zu sein scheint und dennoch eine Sehnsucht aufblitzt. Ein imaginärer Ort, wo das Vertraute und das Fremde einander berühren. Das verleiht Albin Bruns Sound diese persönliche Färbung.»

Der Luzerner Musiker Albin Brun (Sopransax, Schwyzerörgeli), Ehren-Leuchtturmwärter 2026, tritt gemeinsam mit Claudio Strebel (Kontrabass) und Markus Lauterburg (Schlagzeug, Perkussion) auf.
Bild: Emanuel Ammon/Aura/zvg

Wie bekommt man Zugang zum Leuchtturm und zur Steinmannli-Ausstellung? Die gemeinnützige Stiftung Leuchtturm Rheinquelle hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Organisation von künstlerischen Aktivitäten die touristische Vermarktung und die Inszenierung der Rheinquelle zum Wohl der Region zu fördern. Spenden ab 100 Franken werden mit einer exklusiven Leuchtturm-Schlüsselbox mit «Rotem Leuchtturmschlüssel» und Bildbroschüre verdankt. Der Schlüssel ermöglicht jederzeit den Zugang zum Turm. (zvg/unp)

Albin Brun, der Ehrenwärter 2026 des Leuchtturms Rheinquelle auf dem Oberalppass.
Bild: Emanuel Ammon/Aura/zvg
Kommentare (0)