Stadt Luzern

Nextbike wird so oft genutzt wie noch nie

Bereits seit 2011 gibt es das Veloangebot in der Stadt Luzern. Gestiegen sind die Nutzungszahlen vor allem, als konventionelle Velos gratis wurden für Luzernerinnen und Luzerner. Nun legt die Stadt den Fokus auf die E-Bikes.

In der Stadt Luzern wurden im Jahr so viele Nextbike-Ausleihen registriert wie noch nie. Ende November seien bereits 500'000 Fahrten gemacht worden, teilt die Stadt am Freitag mit – die Zahl bedeutet einen Rekord.

Das Nutzungsverhalten hat dabei sprunghaft zugenommen. Gestartet war das Angebot bereits im Jahr 2011, und fand bloss «zurückhaltend Anklang». Die Zahlen seien jedoch ab 2017 stark gestiegen, so die Stadt. Nämlich als die Nutzung der Velos für die ersten 30 Minuten für Bewohnerinnen und Bewohner Luzerns gratis wurde. Im Zeitraum von 2017 bis 2022 stieg die Zahl der jährlichen Nutzungen deshalb auf 200'000. Im Mai 2023 kamen neue Fahrräder und E-Bikes dazu, was erneut einen Sprung bedeutete: über 500'000 Ausleihen im Jahr 2024 bedeutet mehr als eine Verdopplung in den letzten zwei Jahren.

Lucas Meier erhält als als fünfhunderttausendster Nutzer in der Stadt Luzern einen Nextbike-Gutschein von Sibylle Lehmann, Co-Leiterin Mobilität der Stadt Luzern.
Bild: zvg

Ein Fünftel aller in der Stadt Luzern wohnhaften Personen hat inzwischen die entsprechende App auf dem Handy. Für sie gibt es im Dezember ein neues Angebot: Bei der Nutzung von E-Bikes, die sonst mit vier Franken pro erste 30 Minuten und zwei Franken pro weiterer Viertelstunde zu Buche schlagen, wird für einen Monat der Tarif angepasst. Jede Viertelstunde kostet zwei Franken, der halbstündliche Tarif fällt weg.

Markus Birrer, Projektleiter Mobilität der Stadt, sagt auf Anfrage, man habe damit auf ein Bedürfnis reagiert. «Wir erhalten die Rückmeldung, dass man grundsätzlich schon ein E-Bike nehmen würde, zum Beispiel für den Weg nach Hause, dies aber in weniger als einer Viertelstunde schafft. Die Leute sind dann nicht bereit, vier Franken für eine halbe Stunde zu bezahlen.» Die Anpassung im Dezember nehme man zum Anlass, auszuwerten, wie sich die Nutzungen ändern, wenn die Leute nicht mehr Minuten zahlen, als sie brauchen – und allenfalls das Angebot anzupassen.

Man sehe auch, dass die E-Bikes insbesondere dann genutzt werden, wenn es den Berg hinauf geht, zum Beispiel im Wesemlin- oder Sternmatt-Quartier. «Die Frage ist: Wie kommen die E-Bikes wieder runter? Eventuell sehen wir beim tieferen Tarif auch eine etwas bessere Zirkulation bergab», so Birrer.

Die Velos – ob elektrisch oder konventionell – stehen an über 100 Stationen in der Stadt Luzern. (sig)

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