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Stadt Luzern

Neue Pläne fürs Konsi Dreilinden: Büros für Stiftungen – und Proberäume für alle

Die drei Gebäude im Dreilindenpark sollen bis 2031 saniert werden. Der Stadtrat hat jetzt konkrete Ideen für die künftige Nutzung.
Die Villa Vicovaro, das frühere Konservatorium im Dreilindenpark.
Bild: Emanuel Ammon/Aura

Es ist die grösste öffentliche Parkanlage der Stadt Luzern – und wohl auch eine der schönsten: der Dreilindenpark mit der Villa Vicovaro. Geprägt wurde der Ort durch Generationen von Musikerinnen und Musikern, die am Konservatorium ihr Studium absolvierten. Seit dem Wegzug der Musikhochschule 2019 ist die Zukunft der Villa und ihrer beiden Nebengebäude unklar. Ein Projekt für einen Skulpturenpark scheiterte Ende 2023 , weil sich die Firma, die das Projekt umsetzen wollte, mit der Stadt überworfen hatte.

Jetzt nimmt die Stadt Luzern als Besitzerin der Parkanlage einen neuen Anlauf. Der Stadtrat hat am Dienstag seine Pläne für die drei Gebäude präsentiert:

Villa Vicovaro : Das Hauptgebäude soll zum Sitz von einer oder von mehreren Stiftungen werden. Idealerweise haben diese einen Bezug zur Musik. Man wolle den «Geist der Musik», der hier jahrzehntelang wehte, möglichst weiterführen, sagt Baudirektorin Korintha Bärtsch (Grüne). Aber es seien natürlich auch andere Stiftungen willkommen. Das Erdgeschoss der Villa soll öffentlich sein. In welcher Form, ist aber noch unklar: Denkbar wäre, dass die Räume für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe gemietet werden können – oder dass sie sogar tagsüber frei zugänglich sind. Die detaillierte Nutzung des Erdgeschosses soll nun im Rahmen der weiteren Projektierung geklärt werden. «Zentral ist für uns, dass das Erdgeschoss der Öffentlichkeit zugänglich bleibt», sagt Bärtsch.

Ökonomiegebäude : Das Gebäude im hinteren Teil des Parks diente früher ebenfalls der Musikhochschule. Hier sind künftig Proberäume für Luzerner Musikerinnen und Musiker geplant. Die Räume sollen nicht nur fix vermietet werden, sondern sie sollen auch für einzelne Proben flexibel reservierbar sein. «Ziel ist, dass möglichst viele Leute die Möglichkeit erhalten, dort zu proben», sagt Korintha Bärtsch mit Verweis auf den akuten Mangel an Proberäumen in der Region Luzern. Denkbar ist auch, dass einzelne Räume von Start-ups gemietet werden.

Pförtnerhaus : Im Gebäude beim Parkeingang ist eine Wohnnutzung geplant, eventuell ergänzt mit einer öffentlichen Nutzung (beispielsweise Kita).

Zuerst müssen die drei Gebäude aber umfassend saniert werden. Diesbezüglich hat die Stadt ihre Strategie geändert: Beim erwähnten Skulpturenpark wollte die Stadt die Sanierungskosten auf die künftigen Nutzer überwälzen – das war mit ein Grund, weshalb das Projekt scheiterte. Nun plant die Stadt, die drei Gebäude auf eigene Kosten zu sanieren. Dafür werden 9,5 Millionen Franken veranschlagt. Diese Kosten sollen mit den späteren Mieterträgen wieder reingeholt werden.

Blick ins Innere der Villa Vicovaro im Dreilindenpark.
Bild: Pius Amrein

Der Zeitplan sieht vor, Anfang 2028 mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen. Mitte 2029 soll dann das Pförtnerhaus bezugsbereit sein, Ende 2031 auch die Villa und das Ökonomiegebäude. Bis dahin wird dann auch klar sein, wer die Räume mieten beziehungsweise nutzen wird. Bewerben könne man sich jetzt schon, sagt Korintha Bärtsch.

Bis zum Beginn der Bauarbeiten werden die Gebäude weiterhin von der städtischen Musikschule, von der Stiftung Festival Strings Lucerne sowie für Therapie- und Bewegungskurse genutzt.

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