«Der Erfolg dieser Aktion zeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Fachstellen, Organisationen und Bevölkerung gemeinsam handeln», betonte Landammann und Regierungsrat Christian Arnold laut einer Medienmitteiliung der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (Gsud) am Abschlussanlass vom vergangenen Freitag.
Entscheidend sei das partnerschaftliche Engagement vieler Beteiligter gewesen: Die Initiative des Amts für Umwelt, die Mitarbeit des Amts für Forst und Jagd, die Unterstützung der Forstbetriebe und Gartenbaufirmen sowie die Beiträge der Korporationen Uri und Ursern hätten zusammen die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung geschaffen. Ein Engagement wurde mehrfach verdankt: Die Dätwyler-Stiftung habe mit einer grosszügigen Förderung die Finanzierung dieses Umweltprojekts möglich gemacht. Das Team der Stiftung habe an einem Vormittag auch selbst Hand angelegt und habe aktiv Säcke mit Neophyten gefüllt.
Die Tauschaktion unter der Projektleitung von Beat Zgraggen vom Amt für Umwelt habe das Ziel verfolgt, invasive Neophyten in Hausgärten zu reduzieren und gleichzeitig die Pflanzung standortgerechter, einheimischer Arten zu fördern, so die Mitteilung weiter. Die Teilnehmenden hätten zwischen verschiedenen Angeboten wählen – von der kostenlosen Abgabe einheimischer Pflanzen über Beratung bis hin zur fachgerechten Entfernung problematischer Pflanzenarten und anschliessender Neubepflanzung. Besonders beliebt sei das Paket «Eigenarbeit» gewesen, bei dem Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer selber aktiv wurden und passende Pflanzen erhielten.
Bewusstsein der Bevölkerung geweckt
Insgesamt wurden mehr als 2300 einheimische Sträucher und Bäume gepflanzt. Gleichzeitig konnten zahlreiche invasive Arten wie Kirschlorbeer, Sommerflieder, Goldrute oder Hanfpalmen entfernt und fachgerecht entsorgt werden. «Die grosse Beteiligung zeigt, dass das Bewusstsein für die Problematik invasiver Pflanzen deutlich gewachsen ist», wird Lorenz Jaun, Vorsteher des Amts für Umwelt zitiert. «Viele Teilnehmende haben die Gelegenheit genutzt, ihre Gärten ökologisch aufzuwerten und damit einen direkten Beitrag zur Biodiversität im Kanton Uri zu leisten.»
Die Aktion habe zudem gezeigt, dass praktische Unterstützung und konkrete Angebote besonders wirksam seien, um Veränderungen anzustossen: Beratung, Pflanzenabgabe und fachliche Begleitung ermöglichten es vielen Haushalten, bestehende Neophytenbestände gezielt zu ersetzen und langfristig standortgerechte Lösungen umzusetzen. Gleichzeitig hätten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden können, wie Sensibilisierungsmassnahmen künftig noch stärker mit konkreten Handlungsangeboten verbunden werden könnten.
Der Kanton Uri danke allen Beteiligten – insbesondere den engagierten Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern, der Dätwyler-Stiftung, den forstlichen Fachbetrieben, den Korporationen sowie den unterstützenden Partnerorganisationen – für ihren wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg, so die Gsud.

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