Nebikon plant den Ersatz der bestehenden Turnhalle beim Primarschulhaus durch einen Neubau einer modernen Doppelturnhalle, wie die Gemeinde in einer Medienmitteilung schreibt. Ergänzt wird das Projekt durch einen geplanten Mehrgenerationenplatz und zusätzliche Räume für schulische und gesellschaftliche Nutzung.
Bereits 2015 hatte sich der Gemeinderat mit der Zukunft der Schulanlagen befasst. Damals wurde ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet, das seither schrittweise umgesetzt wird – etwa die Sanierung des Oberstufenschulhauses. Im Fokus steht nun der Ersatz der veralteten Turnhalle, denn der Bedarf an Raum für den Sportunterricht sei gestiegen, ebenso wie die Ansprüche an ein vielseitig nutzbares Schulumfeld, heisst es in der Mitteilung.
Die neue Doppelturnhalle solle nicht nur dem Schulsport dienen, sondern auch Platz für einen Multifunktionsraum und mögliche zusätzliche Schulräume bieten.
Generationenplatz als verbindendes Element
Parallel zum Hallenneubau will die Gemeinde einen sogenannten Generationenplatz realisieren. Dieser wurde im Rahmen der Erarbeitung des Altersleitbilds angeregt und fand auch an der letzten Gemeindeversammlung Zustimmung. Ziel sei es, einen Begegnungsort für Jung und Alt zu schaffen – eine Verbindung von Schulumgebung, öffentlichem Raum und sozialen Bedürfnissen.
Eine Machbarkeitsstudie prüfte drei mögliche Standorte. Der Gemeinderat hat sich für den bestehenden Standort beim Schulhaus entschieden. Die Lage ermögliche eine ganzheitliche Entwicklung mit kurzen Wegen und hoher Aufenthaltsqualität – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Vereine, Kirchenbesucher oder ältere Generationen. Der Pausenplatz und der Generationenplatz sollen dabei sinnvoll kombiniert werden.
Architekturwettbewerb in Vorbereitung
Architekturbüros können nun ihre Bewerbungen einreichen. Eine Fachjury wird daraus bis zu acht Büros auswählen, die am eigentlichen Wettbewerb teilnehmen dürfen. Im Herbst 2025 startet dieser Wettbewerb. Die Resultate werden im Frühjahr 2026 erwartet, dann soll das Siegerprojekt vorgestellt werden.
Der Gemeinderat hat für die erste Projektphase einen Kredit von 390’000 Franken genehmigt. Diese Summe decke alle bisherigen und bis zur Wahl des Siegerprojekts anfallenden Kosten, teilt die Gemeinde mit. Für die darauffolgende Detailplanung sei ein zusätzlicher Planungskredit erforderlich.
Das definitive Projekt muss schliesslich an der Urne angenommen werden. Erst danach kann mit dem Bau begonnen werden – geplant ist der Spatenstich im Frühjahr 2027, Ende 2028 soll der Bezug der neuen Anlagen erfolgen. Der Fahrplan sei optimistisch und Verzögerungen seien nicht ausgeschlossen, heisst es. Der Gemeinderat betont, er sei sich der Dimension und Tragweite des Projekts bewusst und wolle Transparenz schaffen. Die Bevölkerung solle regelmässig informiert und eng in den Prozess eingebunden werden.

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