Was gibt es Schöneres, als vor vollem Haus – in diesem Falle der Pfarrkirche Maria Magdalena in Alpnach – zu konzertieren! Der Jodlerklub Alpnach überbrachte den Zuhörerinnen und Zuhörern am Samstag im Rahmen des Muttertagskonzertes einen frühlingshaft musikalischen Blumenstrauss. Unterstützt wurden sie dabei vom Alphorntrio «Pilatusklänge», den Bärgjodler Sigriswil und dem Jodelduett Dayana Pfammatter/Maritta Lichtensteiger. Und auf das Konzert eingestimmt wurden die Besucher mit besinnlichen Alphornklängen.
«‹Wenn d’Schwälbeli i Süde ziend› – und dann nach längerer Abwesenheit wieder zurückkehren, erfreuen wir uns ihrer genauso wie an den Jodelliedern und Juizen, die nach der Pandemiezeit wieder vorgetragen werden dürfen.» Mit diesen Worten aus dem Jodellied von Adolf Stähli, das vom Gesamtchor gekonnt und mit viel Hingabe vorgetragen wurde, stieg die Dirigentin Silvia Windlin in den Abend ein.
Vorgeschmack auf das Jodlerfest in Andermatt
Mit den Vorträgen «Bärglerbluet», dem «Oberbärgler Naturjutz» und «Es Lied, wo ds Härz erfreut» vertraten die Sigriswiler mit ihren kräftig vollen Stimmen das Berner Oberland. Mit heiter klarer Leichtigkeit zog das Duett Dayana Pfammatter/Maritta Lichtensteiger, begleitet am Schwyzerörgeli von Marco Gurten, das Publikum mit harmonisch abgestimmten Einlagen in seinen Bann. Der Jodlerklub Alpnach gab mit dem heimischen «Steigli-Juiz» einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Jodlerfest in Andermatt und rundete den Abend mit den Jodelliedern «Chüjerglüt» und «Morgegruess» sowie dem «Rytzgrat-Juiz» ab. Dass erst seit drei Monaten wieder geprobt werden darf, davon hat man überhaupt nichts gemerkt. Das Publikum bedankte sich für die musikalische Stunde mit herzlichem Applaus.
Nach dem Konzert traf man sich im Landgasthof Schlüssel zum gemütlichen Beisammensein. Natürlich wurde nochmals freudig gejuizt und gesungen bis nach Mitternacht. Es war schon beinahe wie früher. (pd/inf)

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