«Tierisch» – so lautete das Motto der Jahreskonzerte 2025 des Musikvereins Seedorf. Werke über Adler, Falken, Morgenammern, verspielte und launische Katzen und allerlei Meeresgetier – das zahlreich erschienene Publikum erlebte am 23. und 24. Mai ein abwechslungsreiches Konzert. Durch das Programm führte gekonnt Fabian von Mentlen.
Das rund 60-köpfige Blasorchester unter der Leitung von Michel Truniger hatte sich für seine Jahreskonzerte viel vorgenommen. Und die Musikantinnen und Musikanten zeigten sich dabei auf der Höhe ihrer Aufgabe. Das liess sich etwa bei «Noah’s Ark», zu deutsch «Noahs Arche», von Bert Appermont eindrücklich erleben. Im vierteiligen Werk hat der belgische Komponist die Geschichte der Sintflut vertont. Während im Sintflut-Sturm das Blasorchester technisch sehr gefordert war, galt es bei ruhigen Passagen durch Musikalität und Spielfreude zu überzeugen. Das Publikum zeigte sich begeistert von «Noah’s Ark». Mit diesem Werk wird sich der MV Seedorf am 7. Juni um 13.30 Uhr am Urner Blasmusikfestival am Uhr in Altdorf präsentieren.
Japanischer Komponist mit eindrücklichem Werk
Zu den weiteren Hauptwerken des Konzerts zählte «Birds in the Azure Sky» («Vögel am blauen Himmel») des japanischen Komponisten Yatoshi Sagisawa. Er beschreibt darin in eindrücklichen Klangfarben die Wanderung von Zugvögeln über seinem Heimatland. Der MV Seedorf konnte dabei seine Vielseitigkeit zeigen. Beim Werk «Tico Tico» von Zequinha de Abreu zeigten sich die Musikantinnen und Musikanten dann von ihrer spielfreudigen Seite. Die bekannte brasilianische Melodie handelt von einer Morgenammer und brachte das Klarinettenregister und den Xylofonspieler zum «Singen» und Tanzen. Bei «The Falcon of Egypt», einem Werk des amerikanischen Komponisten Rossano Gallante, wähnte sich das Publikum hingegen hoch über der ägyptischen Wüste.
Unterhaltsamer zweiter Konzertteil
Im zweiten Konzertteil widmete sich der MV Seedorf gleich mehreren «Katzen». In drei Sätzen aus Peter Grahams «Cats Tales» («Katzen-Geschichten») portraitierte das Seedorfer Blasorchester mit «Catalonia», «Catwalk» und «Scat!» drei unterschiedliche Katzencharaktere. Insbesondere die solistischen Einlagen auf dem Vibrafon und der Trompete sorgten für grossen Applaus. Mit einer unterhaltsamen Suite aus dem Disney-Klassiker «Die kleine Meerjungfrau» rundete der MV Seedorf sein Jahreskonzert ab.
Das Publikum forderte gleich zwei Zugaben, welche die Musikantinnen und Musikanten mit «Borage» aus «Three Brass Cats» von Chris Hazell und dem Marsch «Neige d’Avril» von Christoph Walter gerne spielten. Das nächste Konzert des MV Seedorf findet am 8. November in der Mehrzweckhalle Seedorf statt. Dann wird es volksmusikalisch zu und her gehen. (zvg)

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