Die Finalistinnen und Finalisten des Fair Fashion Award stehen fest. Dieser zeichnet Schweizer Unternehmen, Organisationen und Projekte aus, die mit sozialer und ökologischer Verantwortung neue Standards in der Textilbranche setzen.
In der Kategorie «Aufstrebend» ist die Obwaldner Marke Moya Kala mit Sitz in Sarnen nominiert, wie einer entsprechenden Mitteilung zu entnehmen ist. Hinter der Modemarke stünden Frauen aus der Schweiz und aus Bulgarien. «Sie produzieren hochwertige Loungewear mit Fokus auf Frauen- und Menschenrechte, Nachhaltigkeit und sorgfältig ausgewählten Materialien.»
Produziert werden die Kleidungsstücke von Näherinnen in einem bulgarischen Familienbetrieb. Mit dem Slogan «For Women. Against Abuse» mache Moya Kala auf die alltägliche Ausbeutung von Arbeitskräften in Bulgarien aufmerksam. Mit einem «geregelten Einkommen» für die Näherinnen wirke die Marke dieser Ausbeutung entgegen. Hinzu komme ein Bonus: Ein Prozent des Umsatzes der Marke werde direkt an die Näherinnen in Bulgarien ausgezahlt.
Das von Claudine Tanner und Sabina Gasser gegründete Modelabel könnte jetzt eine Auszeichnung und einen Preis im Wert von 20'000 Franken erhalten. Am 21. Oktober werden im Rahmen des Zukunftsforums zu nachhaltigen Textilien in Zürich die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt gegeben.


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.