
In den 150 Jahren seit Bestehen der Schweizer Armee sind mehr als 10'000 Soldatinnen und Soldaten im Dienst gestorben – etwa bei Flugzeugabstürzen, Verkehrsunfällen, Schiess- oder Lawinenunglücken, aber auch durch Krankheiten.
Diese Armeeangehörigen erhalten jetzt einen eigenen Gedenkort. Am Montag wurde die Gedenkstätte «Monumoira» beim Armeeausbildungszentrum auf der Luzerner Allmend offiziell eingeweiht. Die Gedenkstätte besteht aus einem 167 Meter langen Metallband, das quer durch das Gelände verläuft – wie eine Narbe, die ein Schicksalsschlag hinterlassen kann. Durch eine künstliche Bodenabsenkung ragt diese «Narbe» an einer Stelle besonders stark hervor – es ist das Zentrum der Gedenkstätte. Dort sind zahlreiche Tafeln mit Aphorismen in allen vier Landessprachen angebracht. Dabei handelt es sich um kurze, prägnante Lebensweisheiten. Ergänzt wird die Gedenkstätte mit einer 26 Meter hohen Stele mit einer leuchtenden Spitze, die schon von weitem erkennbar ist.

Armee lancierte Gestaltungswettbewerb
Die Idee für eine Gedenkstätte für im Dienst verstorbene Armeeangehörige besteht schon länger. 2020 lancierte die Armee einen Gestaltungswettbewerb. Ende 2021 wurde das Projekt «Monumoira» von Andreas Schneider und Philipp Schallnau zum Sieger erkoren. Die Bauarbeiten starteten im Sommer 2026.
In einer aktuellen Broschüre schreibt Armeeseelsorgerin Stefanie Ullrich: «Der neue Gedenkort der Schweizer Armee unterscheidet sich von anderen in der Welt dadurch, dass er nicht Helden glorifiziert und dadurch auch Töten und Getötetwerden sakralisiert, sondern ein stilles Gedenken ist an all jene, die in dem Lebensabschnitt, den sie unserer Gemeinschaft geschenkt haben, zu Tode gekommen sind.»
Die Gedenkstätte «Monumoira» befindet sich auf dem südlichen Areal des Armeeausbildungszentrums, zwischen Freigleis und Allmend. Sie ist jederzeit frei zugänglich.
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