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Mondphasenholz hat Vorteile von A bis Z

Rund 100 «Hölzige» aus der Zentralschweiz besuchten mit grossem Interesse den Infoabend «Mondholz» im «54» Hochgenuss in Schattdorf.
Infoabend «Mondholz» im «54» Hochgenuss in Schattdorf. Im Bild sind Referenten und Organisatoren vereint: Lukas Richner, Beat Auf der Maur, Hans-Christen Lehle, Erwin Schärli, Michael Herzog, Melanie Herzog und Marco Linder (von links). (Bild: Georg Epp (Schattdorf, 28. Juni 2022))
Beat Auf der Maur macht einen interessanten Blick in die Vergangenheit, Forschung und Wissenschaft über Mondholz. (Bild: Georg Epp (Schattdorf, 28. Juni 2022))

Georg Epp

Georg Epp

Dreimal im Jahr organisiert die Firma Herzog Elmiger AG in Kriens Infoabende rund ums Thema Holz. Wegen der Coronapandemie war dies nun zwei Jahre nicht mehr möglich. Deshalb freute man sich am vergangenen Dienstag speziell, die Feierabend-Info «Mondholz» anzubieten. Der interessante Anlass mit maximal 100 Teilnehmenden war sehr schnell ausgebucht, vielen Interessenten musste eine Absage erteilt werden. Unter Mondholz oder Mondphasenholz versteht man Holz von Bäumen, welches unter Berücksichtigung des forstwirtschaftlichen Mondkalenders gefällt wurde. Die Bäume werden von November bis März bei abnehmendem Mond kurz vor Neumond geschlagen. Der Sonnenzyklus bestimmt im Winter, dass sich die Säfte der Bäume in die Wurzeln zurückziehen. Der Mondzyklus unterstützt diese Saftruhe, wenn er im abnehmenden Mond steht. Dieses Holz weist besondere Qualität hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit, wenig Schwund und Quell Veränderung, Feuerbeständigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge auf.

Das Wissen über die Vorteile von Mondholz ist uralt

Zwei ausgewiesene Fachmänner referierten über das Thema Mondholz. Einerseits machte Beat Auf der Maur von Holz 100 Schweiz AG, Steinen, einen historischen Rückblick über das Wissen von Mondholz und Hans-Christen Lehle von der Firma LK Holzbodenmanufraktur GmbH, München, erläuterte die Verarbeitung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Mondholz, speziell die Herstellung von massiven Dielenböden aus Mondphasenholz. Seit Menschengedenken ist man sich bewusst, die Vorteile von Mondholz zu nutzen. Beat Auf der Mauer untermauerte diese Tatsache und meinte unter anderem: «Erfunden haben es nicht wir, das Wissen über das Mondholz ist uralt». Er zeigte gut erhaltene Mondholzbauten aus aller Welt und präsentierte auch alte wissenschaftliche Forschungs- und Wissenschaftsdokumente übers Thema Mondholz. Präsentiert wurde auch eine Studie der Berner Fachhochschule AHB Biel, welche die signifikanten Unterschiede von Mondholz und Nichtmondholz erforschte. Beat Auf der Maur stellte auch das Mondholz-Sägerei Gusswerk (A) und die Produktionsstätte in Lahr (D) vor.

Von der Ernte bis zum Parkett aus Mondphasenholz

Hans-Christen Lehle erläuterte im Detail die Vorgänge von der Ernte bis hin zur Herstellung von massiven Dielenböden aus Mondphasenholz. Die Ernte von Mondholz wird überprüft und überwacht, denn hier beginnt schlussendlich die bekannte Qualität von Mondholz. Eine genügend lange Lufttrocknung im Sägewerk ist sehr wichtig, meinte Hans-Christen Lehle. Er präsentierte auch die Herstellung im eigenen Werk in München. Mit Bildern von Mondholzbauten, unter anderem von der Holz 100 Schweiz AG in Steinen usw. bestätigte er, dass Mondholz weltweit immer mehr gefragt wird. Die Auswahl des Tagungsortes «54» Hochgenuss in Schattdorf war nicht zufällig, denn hier begann die Zusammenarbeit zwischen Herzog Elmiger AG und der Holzbodenmanufaktur.

Im Anschluss an die Referate genossen die Infobesucher auf 2 ½-jährigem Mondholz-Parkett im Restaurant einen ausgiebigen Apéro und Imbiss. Hier freuten sich die anwesenden Schreiner in guten Gesprächen noch mehr über Massivholz aus Mondphasenholz zu erfahren. Der Infoabend war ein grosser Erfolg. Am Schluss der Veranstaltung bedankten sich Melanie und Michael Herzog für das entgegengebrachte Interesse. Die Herzog Elmiger AG wird in den nächsten Monaten ihren Standort in Kriens vom Amstutzweg nach Obernau verlegen. Geplant ist, im Jahre 2024 den neuen Standort zu beziehen.

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