Die Mitglieder der Mitte Obwalden lehnten die Bargeldinitiative deutlich ab, sprachen sich jedoch laut einer Mitteilung klar für den direkten Gegenvorschlag aus. Auch zur SRG-Initiative sagte der Parteitag deutlich Nein. Regierungsrat Christoph Amstad betonte bei seiner Präsentation der Vorlage die Bedeutung eines starken medialen Service Public: «Eine funktionierende Demokratie ist auf verlässliche Information angewiesen. Gerade für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Randregionen ist eine starke SRG zentral.»
Ebenfalls abgelehnt wird die Klimafonds-Initiative. Zur Individualbesteuerung fasste die Mitte ebenfalls klar die Nein-Parole. Regierungsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler sagte: «Die Abschaffung der Heiratsstrafe ist wichtig. Der nun gewählte Weg geht jedoch viel weiter als nötig. Die Kantone haben auf ihrer Ebene längst Massnahmen zur Korrektur der Heiratsstrafe umgesetzt.» Es gebe einfachere und günstigere Lösungen als die Individualbesteuerung. Mit der Vorlage zwinge man alle Kantone zu einer Lösung für ein Problem, welches hauptsächlich bei der direkten Bundessteuer bestehe.
Obwalden aus der Mitte heraus gestalten
Im zweiten Teil der Versammlung präsentierte Co-Präsident Dominik Imfeld die Kandidierenden für die Kantonsratswahlen. 39 Kandidatinnen und Kandidaten treten am 8. März für die Mitte an. «Ich bin stolz, ein so engagiertes und vielfältiges Team präsentieren zu dürfen. Diese Kandidierenden stehen für ein Obwalden, das aus der Mitte heraus gestaltet wird. Verantwortungsvoll, lösungsorientiert und nahe bei den Menschen», wird Imfeld in der Mitteilung zitiert.
Das Feld der Kandidatinnen und Kandidaten verbinde Erfahrung und Erneuerung. Neben 15 bisherigen Kantonsrätinnen und Kantonsräten kandidierten 24 neue Persönlichkeiten. Die Kandidierenden seien zwischen 24 und 71 Jahre alt (Durchschnittsalter 47) und bildeten dank ihren unterschiedlichen Hintergründen die Vielfalt der Bevölkerung ab. Mit einem Frauenanteil von 41 Prozent setze Die Mitte Obwalden zudem ein klares Zeichen für mehr Ausgewogenheit im Kantonsparlament.
Zum Abschluss der Parteiversammlung richtete Mitte-Parteipräsident Philipp Matthias Bregy das Wort an die Anwesenden. Er erinnerte an den Gestaltungsanspruch der Mitte zwischen den politischen Polen. Mit den Schwerpunkten Sicherheit, Gerechtigkeit und Wohlstand unterstrich er die Bedeutung von verantwortungsvollen und langfristig tragfähigen Lösungen. «Die Mitte übernimmt Verantwortung, auch wenn der Weg nicht immer der bequemste ist. Politik entsteht in den Kantonen, Gemeinden und bei den engagierten Menschen vor Ort. Gemeinsam gestalten wir die Schweiz», so Bregy.
Mit klaren Parolen und einem starken Team gehe die Mitte Obwalden motiviert in die Wahlen 2026, so die Partei weiter. Ziel bleibe es, den Kanton Obwalden engagiert, verantwortungsbewusst und im Dialog mit der Bevölkerung weiterzuentwickeln. (mu/zvg)


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