
Der Luxusuhrenhändler Chronext stellt seine Zahlungsabwicklung neu auf: Zahlungen werden ab sofort über ein Treuhandkonto abgewickelt. Wie es in einer Mitteilung heisst, führt das Unternehmen diesen Schritt in Kooperation mit dem kanadischen Zahlungsdienstleister Nuvei ein. Das Treuhandkonto soll als zentrales Element für die Bearbeitung aller Transaktionen etabliert werden.
Hintergrund der Massnahme sind Berichte über ausbleibende Zahlungen und Lieferungen, die in den letzten Monaten die Runde machten. In verschiedenen Medien meldeten sich Kunden, die auf eine Lieferung oder Auszahlung warten.
Nun schreibt Chronext, dass sämtliche Transaktionen beim Kauf und Verkauf von Luxusuhren über das Treuhandkonto abgewickelt werden, «um höchste Sicherheit, Transparenz und eine fristgerechte Abwicklung für Käufer und Verkäufer zu gewährleisten». Das Geld werde sicher verwahrt und erst ausgezahlt, wenn die Prüfung und Übergabe der Uhr erfolgreich abgeschlossen seien. Gleichzeitig arbeite man «intensiv daran, alle derzeit offenen Fälle schrittweise und vollständig abzuwickeln». Die Einführung des neuen Treuhandkontos bilde hierbei den ersten wichtigen Schritt.
Chronext wurde ursprünglich 2013 in Zug gegründet. Mittlerweile hat die Plattform aber keinen Bezug mehr zu Zug: Die Firma The Platform Group (TPG) aus Wiesbaden hatte 2024 in einem sogenannten Asset-Deal die wichtigsten Vermögenswerte gekauft. Der Vertrag umfasste Vermögenswerte, Vorräte, Markenrechte, Onlineshops und Standorte. Die beiden Schweizer Aktiengesellschaften blieben als leere Hülle zurück. Küzrlich wurden diese Gesellschaften aufgelöst. Das heutige Chronext-Geschäft wird von der Chronext GmbH in Köln betrieben. (mim)



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