Nachdem die Gemeindeversammlung im Juni 2024 den Projektierungskredit gesprochen hatte, lancierte die Gemeinde Steinhausen als Bauherrin einen öffentlichen Architekturwettbewerb . Dabei konnten sich Generalplanerteams für die Teilnahme qualifizieren. Die vierköpfige Fachjury wählte aus den neun eingereichten Projekten dasjenige von Berrel Kräutler Architekten AG zum Sieger, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte.
Geplant sind Räume für die Schule plus mit rund 2000 Quadratmetern Nutzfläche, eine Dreifachturnhalle und ein Schwimmbereich mit etwa 3300 Quadratmetern sowie weitere Schulräume mit 800 Quadratmetern. Das Siegerteam habe das Ziel verfolgt, «funktionale, flexible und moderne Räume zu schaffen, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und der Gemeinde gerecht werden», heisst es in der Mitteilung weiter. Bei der Gestaltung sei es nicht nur um praktische Anforderungen gegangen, sondern auch darum, dass das Projekt gut ins Ortsbild passt.
Schwimmhalle könnte aufgestockt werden
Die Schwimmhalle fungiert «als eingeschossiger Pavillon mit offenem Charakter und Ausblick auf die neugestaltete Spielwiese». Bei Bedarf könne die Schwimmhalle um drei Stockwerke für Schulräume erweitert werden. Beim Freiraumkonzept ist laut Mitteilung «besonderer Wert auf Biodiversität, Klimaschutz und die Einbindung von Schülerinnen und Schülern und Lehrpersonen in den Gestaltungsprozess» gelegt worden.
Die Turnhalle überzeugte die Jury durch «ihre lichtdurchflutete Architektur mit umlaufendem Sichtbezug nach aussen». Ein grosszügiges Foyer mit Zuschauertribüne schafft aus Sicht der Jury «einen lebendigen Begegnungsort, der sich nahtlos in den Aussenraum erweitert». Das erste Obergeschoss ist über eine offene Treppe mit Tribünenfunktion erreichbar und im zweiten Obergeschoss entstehe ein geschützter Aussenbereich, der für Kinder einen sicheren Spielraum bietet.
Das Projekt habe die Jury «insbesondere durch kompakte Strukturen, geringen Energieverbrauch und den effizienten Einsatz von Baumaterialien» überzeugt. Es weise die zweittiefsten Anlagekosten aller eingereichten Projekte auf und setze Massstäbe in ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht. (zim)

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