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Feldmusik Sarnen

Mit einer Schweizer Uraufführung bieten die Winterkonzerte beste Unterhaltung

Die Feldmusik Sarnen lädt an ihren Winterkonzerten zu Kompositionen aus dem 19. Jahrhundert. Darunter die allererste Komposition für Altsaxophon und Blasorchester.

Das Programm der beiden Konzerte vom 18. und 19. Januar in der Aula Cher überschreibt das Sinfonische Blasorchester aus dem Obwaldner Kantonshauptort mit «Divertissement» (Unterhaltung). Chefdirigent Sandro Blank orientiert sich dabei an diesem Begriff, den das Publikum vergangener Jahrhunderte für musikalisch-tänzerische Einlagen in französischen Opern verwendete. An den beiden Winterkonzerten werden vornehmlich Werke gespielt, welche aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammen.

Der Luzerner Alain Dobler spielt Solos auf dem Altsaxofon.
Bild: zvg

Im Jahr 1872 schrieb Amilcare Ponchielli (1834-1886) die «Sinfonia per Banda». Diese Ouvertüre darf zweifellos zu den besten Originalwerken des 19. Jahrhunderts für Blasorchester gezählt werden. Die Sinfonia - vom Tessiner Franco Cesarini arrangiert - ist ein reifes Meisterstück, in dem die handwerkliche Kunst des Komponisten zur Geltung kommt.

Das «Premier Concerto» von Paul Gilson (1865-1942) nimmt einen ersten Höhepunkt vorweg. Der Luzerner Alain Dobler, seit Jahren ständiger Zuzüger der Feldmusik Sarnen, tritt als herausragender Solist auf dem Altsaxofon in Erscheinung. Das Publikum wird dieses Instrument in einer rein klassischen, dreisätzigen Variante - ohne zeitgenössische Spieltechniken - erleben. «Ich würde meinen, dass es einfach schöne Musik ist», meint Dobler dazu.

Ausschweifung und Romantik

Florent Schmitt (1890-1958) schrieb um 1913 sein einziges Werk für grosses Blasorchester. «Dionysiaques op. 63» galt damals in der einschlägigen Literatur als zeitgenössisch-revolutionäre Komposition. Berauschender Taumel und schwelgende Sentimentalität sind die Erscheinungsformen, welche auch das musikalische Abbild der Götterfigur Dionysos aus der griechischen Mythologie prägen. Die Feldmusik hat das Werk bereits 1984 unter der Leitung von Josef Gnos aufgeführt.

Die Feldmusik Sarnen bei einem Auftritt in der Aula Cher.
Bild: Regula Camenzind/zvg (Sarnen, 9. 6. 2024)

Der offizielle, von Felix Hauswirth arrangierte Festmarsch «Du Rhône au Rhin» von Frank Martin (1890-1974) weckte Erinnerungen an die Landesausstellung 1939 von Zürich. Erstmals in der Schweiz gelangt die «Second Symphony» von Serrano Alarcon (*1979) zur Aufführung. Der Spanier liess sich dabei von den Meisterkompositionen der Romantik inspirieren. Daraus macht Alarcon nach seinen eigen Ausführungen auch kein Geheimnis. Die Struktur der vier Sätze ähnelt denn auch den Symphonien dieser Epoche.

Der Vorverkauf für die beiden Winterkonzerte des Symphonischen Blasorchesters Sarnen vom Samstag, 18. Januar um 20 Uhr und Sonntag, 19. Januar um 17 Uhr kann unter www.feldmusik.ch benützt werden. Tickets sind vor den Konzerten auch an der Abendkasse erhältlich. Das Beizli öffnet am Samstag um 18.30 Uhr und am Sonntag um 16.30 Uhr.

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