Die Gemeinde Menznau hat die Liegenschaften Landi und alte Post gekauft. Der Gemeinderat hat dem Kauf der beiden knapp 1600 Quadratmeter umfassenden Parzellen mit den zwei Gebäuden am Bahnhofplatz am 1. April zugestimmt, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Kaufpreis liegt bei etwas über 1,7 Millionen Franken, wie es weiter heisst.
Da Mietzinseinnahmen fliessen, belaste der Kauf die Gemeinderechnung nicht. Und weil es sich um einen Erwerb im sogenannten Finanzvermögen handle, konnte der Gemeinderat den Kauf tätigen, ohne einen Beschluss der Gemeindeversammlung einholen zu müssen.
Die Entwicklungen auf dem Areal am Bahnhof Menznau beobachte der Gemeinderat schon seit längerer Zeit, weil ein öffentliches Interesse daran besteht, dass dieses qualitativ hochwertig überbaut wird. Die beiden gekauften Parzellen werden auf drei Seiten von einer der örtlichen Bau- und Immobiliengenossenschaft gehörenden grösseren Parzelle umschlossen, auf welchem früher das Schaubhaus und eine Scheune standen.
Kauf sichert Einfluss der Gemeinde
Weil sich die Verkäuferschaft der Landi und alten Post sowie die Bau- und Immobiliengenossenschaft nicht finden konnten, war die Entwicklung auf dem Areal blockiert. Die Bau- und Immobiliengenossenschaft sei deshalb daran gegangen, die Überbauung ihrer Parzelle ohne Zusammengehen mit der Nachbarschaft zu planen. Diesen Umstand habe der Gemeinderat zum Anlass genommen, mit der Verkäuferschaft das Gespräch zu suchen. Diese seien in gutem Einvernehmen verlaufen: Einerseits sei die Bereitschaft zum Verkauf an die Gemeinde da gewesen. Andererseits sei die Kaufpreiserwartung realistisch gewesen, sodass innert wenigen Wochen das Geschäft abgeschlossen werden konnte. Die Gemeinde Menznau übernimmt die beiden Objekte per 1. Mai 2026, wie es weiter heisst.
«Der Gemeinderat ist optimistisch, dass mit der Bau- und Immobiliengenossenschaft ein gemeinsames Vorgehen gefunden wird, damit das gesamte Areal hochwertig entwickelt werden kann», schreibt die Gemeinde. Denn es mache Sinn, mitten im Dorf und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs stark zu verdichten und möglichst viel Wohnraum und Platz für das Gewerbe zu schaffen. Zudem könne auch die benachbarte Schulhausparzelle (alte Turnhalle und Park- /Pausenplatz) in die Überlegungen einbezogen werden.
Wie genau vorgegangen wird, welche Rolle dabei die Gemeinde spielt und ob Investoren hinzugezogen werden, müsse noch diskutiert werden – und sei im Moment völlig offen, ebenso der Zeitrahmen. Der getätigte Kauf sichere vorerst den Einfluss der Gemeinde auf das Geschehen. (stg)


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