Menzingen rechnet für das Jahr 2027 mit einem deutlichen Überschuss. Das Budget der Gemeinde weist einen operativen Ertragsüberschuss von rund 6,5 Millionen Franken aus, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Nach ausserordentlichen Abschreibungen und Einlagen verbleibt ein Gesamtgewinn von rund 1,5 Millionen Franken. Die Finanzlage bleibt damit stabil. Gleichzeitig hält die Gemeinde am Steuerfuss von 61 Prozent der kantonalen Einheit und am Steuerrabatt von 6 Prozent fest. Effektiv beträgt der Nettosteuerfuss somit weiterhin 55 Prozent.
Der budgetierte Aufwand steigt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Millionen Franken oder 8,5 Prozent. Gründe dafür sind insbesondere Einlagen von 4 Millionen Franken in finanzpolitische Reserven für beispielsweise gemeindliche Bauten. Hinzu kommen höhere Personalkosten infolge der Teuerung und der kantonal geregelten Stufenanstiege im Bildungsbereich. Auch der Investitionsbeitrag an die IT Services Zug AG erhöhen den Aufwand.
20,5 Millionen Franken aus dem ZFA
Auf der Einnahmenseite rechnet Menzingen mit rund 38,6 Millionen Franken. Das sind rund 3,1 Millionen oder 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend sind vor allem höhere Beiträge aus dem Zuger Finanzausgleich sowie erwartete Mehreinnahmen aus den Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen, wie weiter in der Mitteilung steht. Allein aus dem Zuger Finanzausgleich sind 20,5 Millionen Franken budgetiert.
Für 2027 plant die Gemeinde Bruttoinvestitionen von 5,9 Millionen Franken. Sie entsprechen damit 16,8 Prozent der Gesamtausgaben. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen Strassensanierungen und die Projektierung des Neubaus des Schulhauses Ochsenmatt 4. Den entsprechenden Projektierungskredit hatte die Gemeindeversammlung bereits im Sommer 2026 genehmigt. Dank der in den vergangenen Jahren aufgebauten hohen Liquidität kann Menzingen die vorgesehenen Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren, so die Gemeinde in ihrem Schreiben.
Menzingen plant sehr hohe Investitionen
Ende 2027 dürfte das Nettovermögen der Gemeinde noch rund 20 Millionen Franken betragen. Das entspricht 4078 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Allerdings steht Menzingen gemäss der Mitteilung vor einer Phase hoher Investitionen: Bis 2031 sind Vorhaben im Umfang von rund 83 Millionen Franken geplant. Etwa zwei Drittel davon entfallen auf die Sanierung, Erweiterung und den Ersatzneubau von Schulhäusern und weiteren Hochbauten.
Laut einer Planbilanz werden die liquiden Mittel bis zum Ende der Planperiode 2031 nahezu aufgebraucht sein. Trotz des Investitionsdrucks will die Gemeinde ihre finanziellen Reserven verantwortungsvoll einsetzen und ihre stabile Finanzlage auch längerfristig sichern.



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