Ältere Menschen sollen nach Gewalt, Betrug oder Cyberkriminalität besser unterstützt werden. Das fordert die Mitte-Fraktion in einem Postulat. Der Stadtrat soll die Zusammenarbeit zwischen bestehenden Beratungsstellen wie Pro Senectute oder den kantonalen Opferberatungsstellen prüfen. Die einzelnen Angebote verweisen laut dem Postulat oft betroffene Personen an andere Stellen weiter. Obwohl der Kanton für die Strafverfolgung und die Opferhilfe zuständig ist, sieht die Mitte auch die Stadt in der Verantwortung.
Selbstverteidigung für Frauen ab 60
Der Stadtrat ist bereit, die Zusammenarbeit und Zugänglichkeit der bestehenden Angebote zu überprüfen. Zudem plant die Dienstabteilung Alter und Gesundheit im Rahmen der diesjährigen «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» einen Selbstverteidigungskurs für Frauen ab 60 Jahren. Für 2027 sind zudem Sensibilisierungskampagnen zum Thema «Gewalt im Alter» vorgesehen.
Auch ein Postulat der SP befasst sich mit Gewalt – im digitalen Raum. Die SP fordert eine Informationsplattform zu Themen wie Deepfakes, Cybermobbing und sexueller Belästigung im Internet sowie eine begleitende Sensibilisierungskampagne.
Der Stadtrat lehnt das SP-Postulat ab. Die Organisation «Tech Against Violence» habe bereits Ende September die Plattform «digital-violence.info» online gestellt. Diese soll Jugendliche und Erwachsene über digitale Gewalt, rechtliche Möglichkeiten und Unterstützungsangebote informieren. Eine zusätzliche städtische Plattform hält der Stadtrat deshalb für unnötig. Denkbar sei jedoch, auf der städtischen Website auf bestehende Angebote zu verlinken. Eine zusätzliche Kampagne sei zudem schon mit der Aktion im Rahmen von «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» gedeckt. (ma)



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