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Mass-Voll in Luzern

Vermummte bei linker Gegen-Demo: Polizei wertet jetzt die Bilder aus

Dutzende Teilnehmer der Protestkundgebung gegen die Mass-Voll-Demo verhüllten ihr Gesicht.
Vermummte Teilnehmer der Gegendemo in Luzern.
Bild: Dominik Wunderli

Am vergangenen Samstag war Luzern Schauplatz einer nationalen Anti-EU-Demo der Bewegung Mass-Voll. Gleichzeitig fand vor dem KKL eine Gegen-Kundgebung von linken Kreisen statt. Dabei gab es mehrere Teilnehmende, die sich nicht ans Vermummungsverbot hielten, wie Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage bestätigt. Es handle sich dabei «grösstenteils um Personen, die sich aus der Platzkundgebung auf dem Europaplatz herauslösten und sich zunächst zum Torbogen sowie später auf den Bahnhofplatz begaben und diesen blockierten». Die Gegendemonstranten hatten im Unterschied zu Mass-Voll keine Bewilligung, durch die Stadt zu ziehen. Bewilligt war nur die Kundgebung auf dem Europaplatz. Um ein Aufeinandertreffen der beiden Demonstrationen zu verhindern, sperrte die Polizei daraufhin die Seebrücke.

Wigger sagt, dass vermutlich mehrere Dutzend Personen vermummt gewesen seien. «Das vorhandene Bildmaterial wird derzeit ausgewertet.» Wer an einer Demonstration teilnimmt und das Gesicht verhüllt, macht sich strafbar und kann von der Staatsanwaltschaft mit einer Busse belegt werden. (rk)

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