Philipp Unterschütz
Wie gut kennen Sie Nidwalden?Fast ein wenig besser als Obwalden. Mein Vater ist ein Dallenwiler, meine Mutter ist von Wolfenschiessen. Ich bin in Wolfenschiessen aufgewachsen, habe dort die Schulen besucht und lebe mit meiner Familie dort. Ich bin auch Bürger der Wolfenschiesser-Ürte «Büren ob dem Bach» oder Mitglied im Skiclub Bannalp-Wolfenschiessen oder im Patentjägerverein Nidwalden. 35 Jahre meines Lebens habe ich in Nidwalden gewohnt. Der Mittelpunkt meines Privatlebens ist also in Nidwalden. Da die Polizeikorps von Nidwalden und Obwalden intensiv zusammenarbeiten, kenne ich auch die meisten Kadermitglieder von Nidwalden bereits bestens. Die Zusammenarbeit macht auch Sinn, insbesondere mit der Exklave Engelberg und den Kantonsgrenzen. Häufig rückt da die Polizei von Engelberg aus, weil sie einfach schneller an Ort ist als die Kollegen von Nidwalden. Und auch die Verkehrssituation auf der Autobahn hat viel Zusammenarbeit erfordert, erst recht seit der Grossbaustelle am Lopper.Warum wechseln Sie nach Nidwalden?Ich bin jetzt über 18 Jahre bei der Kantonspolizei Obwalden, davon fast 12 Jahre als Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei. Der Wechsel ist für mich eine einmalige Chance, die Arbeit, die ich schätze, andernorts machen zu können. Und dies erst noch in meinem Heimat- und Wohnkanton Nidwalden. Momentan ist Nidwalden auch finanziell etwas besser gebettet, was natürlich auch Auswirkungen auf die Entlöhnung und Arbeitsbedingungen hat.Was wird für Sie anders in Nidwalden?Spürbar wird sicher mein kürzerer Arbeitsweg. Ich kann jetzt eher auch mal über den Mittag nach Hause und mit meiner Frau und unseren drei Kindern essen. Die Verkehrs- und Sicherheitspolizei in Nidwalden ist mit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um etwa einen Viertel grösser als in Obwalden. Und schliesslich bekommt die Kantonspolizei Nidwalden und damit auch ich ja einen neuen Chef oder eine neue Chefin. Das ist spannend. Ich möchte weiterhin die Synergien mit Obwalden nutzen und hoffe, dass ich die positiven Erfahrungen von dort auch in Nidwalden einbringen kann.Wie war eigentlich die Zusammenarbeit mit Ihrem Vorgänger Lorenz Muhmenthaler?Er ist ein sehr erfahrener Polizist, der durch seine Routine sehr gelassen reagiert und auch in schwierigen Situationen nicht gleich in Aktionismus verfällt. Ihn brachte nicht so schnell etwas aus dem Konzept. Ich habe immer gern mit ihm zusammengearbeitet, es war immer sehr angenehm. Er nahm manchmal fast so etwas wie eine Vaterrolle für mich ein.
Obwalden
Marco Niederberger wechselt in seinen Heimatkanton
Marco Niederberger (44), Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei Obwalden wechselt nach Nidwalden. Im Interview erklärt er, weshalb.

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