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Schüür Luzern

Manon gewinnt den Kick Ass Award 2023

Die aufstrebende Singer-Songwriterin Manon aus Luzern holt beim Kick Ass Award 2023 in der Schüür mit ihrem Song «Au lac» die meisten Stimmen. Die Zwischennutzung Inseli wird derweil zum «Fauxpas des Jahres» gekürt.
Die Luzernerin Manon (dritte v. l.) gewinnt in der Schüür den Kick Ass Award 2023 und wird mit 3333 Franken belohnt.
Bild: Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 11.01.2024)

Die Gäste im vollbesetzten Konzerthaus Schüür werden am Donnerstagabend vom erstmals zusammen auftretenden Moderationsduo Edi Aregger und Noah Sigrist, beide Moderatoren bei Radio 3fach, zum diesjährigen Kick Ass Award begrüsst. Dem Motto «Aprés Ski» gerecht treten die beiden in voller Ski-Montur vor das Publikum. Auch die Schüür selber ist für den «wichtigsten Abend der Luzerner Kulturszene» im Stil einer Aprés-Ski-Stube eingerichtet, Festbänke und «Schnee» aus Watte inklusive.

Mit viel Witz und noch mehr Shots intus, die es regelmässig zu vernichten gilt, führt das Moderatoren-Duo das Publikum durch den Abend. Dieses wird mit «allerfeinstem» Schlager-Sound animiert – effektiv, wie die feuchtfröhlich-laute Stimmung beweist. Aregger und Sigrist werfen sich derart ins Zeug, dass auch mal ein Teil des Bühnenbilds etwas lädiert wird.

Online-Voting und Stimmen anderer Künstler

Der Kick Ass Award 2023 geht an Manon für Ihren Song «Au lac». Die Stadtluzernerin kann mit ihren soulerfüllten, französischsprachigen Vocals auf einem jazzigen Instrumental die meisten Stimmen beim Voting gewinnen. Beim Abstimmungsverfahren wurde die Hälfte der Stimmen durch das Online-Voting erzielt, die andere Hälfte konnten sich die Künstlerinnen und Künstler gegenseitig geben.

Als Gewinnerin erhält Manon nicht nur den Eisbär-Wanderpokal «Knut», sondern auch ein Preisgeld von 3333 Franken – und darf ihren Siegersong gleich im Anschluss darbieten, zu tosendem Applaus. Wie im Vorjahr waren insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstler aus der Region Luzern für den Kick Ass Award nominiert.

Die Hip-Hop-Gruppe H4R schafft es mit ihrem Song «Miles» auf den zweiten Platz. Der Track, der mit einem atmosphärischen Trap-Beat und durch Autotune verzierte Raps zu überzeugen mag, wird mit einem Preisgeld von 2000 Franken belohnt.

Den dritten Platz, und damit ein Preisgeld von 1000 Franken, holt sich die Luzerner Band Call Me Clark mit ihrer mächtigen Rock-Nummer «Bermuda».

Ebenfalls ausgezeichnet wird das beste Schweizer Album des Jahres. Der junge Luzerner Gitarrist David Koch konnte die Fachjury, die den Award «3fach Schwiizer Plättli» (richtig, wie eine Schallplatte) vergibt, mit seinem Album «Dormant» am meisten überzeugen. Er gewinnt ein Preisgeld von 2333 Franken – sowie tatsächlich auch ein vegetarisches Schwiizer Plättli.

Das Duo Landjäger*innen sorgt für die musikalische Unterhaltung zwischen den Preisvergaben und unterhält das Publikum, rappend und rauchend, teilweise locker auf einem Sofa sitzend, mit nicht viel mehr als zwei Mikrofonen und einem Mischpult ausgerüstet.

«Doch leider haben sie Olten gebaut»

Erstmals wird beim Kick Ass Award 2023 mit dem «Möched emol Lärm Award» auch der beste Schweizer Live-Act erkoren. Anders als bei den anderen Awards wird der Gewinner direkt während der Show via Publikumsvoting bestimmt – als Preis winkt ein Slot am Openair Funk am See. Der Kniff: Das Publikum muss nur anhand Beschreibungen der Nominierten voten, ohne zu wissen, um welche Acts es sich tatsächlich handelt. Schliesslich werden Baby Volcano + Familia Expandidaaa für ihren Auftritt an der Bad Bonn Kilbi belohnt und dürfen sich auf einen Auftritt am Gratis-Festival freuen.

Zum «Fauxpas des Jahres» ernennt Radio 3fach derweil die Zwischennutzung Inseli. «Sie wollten dort eine Stadt bauen, doch leider haben sie Olten gebaut», spottet Co-Moderator Noah Sigrist. Das Projekt erhält deshalb den berüchtigten Schmähpreis Toro Embalodo – «für den gescheiterten Versuch, einem leeren Beton-Platz Leben einzuhauchen.» Aua, der tut weh.

Die Zwischennutzung beim Inseli wird mit dem Schmähpreis Toro Embolado zum «Fauxpas des Jahres» gekürt.
Bild: Bild: Nadia Schärli
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