Mit einem koordinierten Grosseinsatz in den Kantonen Luzern und Zürich ist den Strafverfolgungsbehörden ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Am vergangenen Freitag nahmen die Einsatzkräfte unter der Leitung der Luzerner Staatsanwaltschaft sechs Personen fest. Rund neun Kilogramm Kokain und mutmassliches Drogengeld wurden sichergestellt.

Die Ermittlungen ergaben, dass seit längerer Zeit in einer Bar in Emmenbrücke professionell mit Betäubungsmitteln gehandelt worden sein soll. Die Hauptbeschuldigten stehen im Verdacht, die Drogen im Ausland beschafft und in grösseren Mengen weiterverkauft zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, überwachten die Einsatzkräfte am Freitagabend eine grössere Kokainlieferung nach Zürich sowie eine geplante Geldübergabe in Luzern. Die Polizei griff ein und stoppte die Übergabe.
Fünf Personen wurden in Luzern und Zürich an vier verschiedenen Standorten festgenommen. Eine weitere mutmasslich beteiligte Person wurde in Polen angehalten. Bei den Beschuldigten handelt es sich um fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 46 Jahren. Zwei Personen stammen aus der Schweiz, zwei aus der Türkei, eine Person aus dem Irak und eine aus Vietnam.

Neben dem Kokain stellten die Einsatzkräfte bei Haus- und Fahrzeugdurchsuchungen Bargeld und Schmuck sicher. Die Staatsanwaltschaft Luzern führt die Untersuchung und beantragte für alle sechs Personen Untersuchungshaft beim Zwangsmassnahmengericht Luzern. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Am Einsatz beteiligt waren Polizeikräfte der Zentralschweizer Kantone sowie der Kantons- und Stadtpolizei Zürich. Die Aktion steht im Zusammenhang mit einem 2024 gestarteten Pilotprojekt zur verstärkten Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität.





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