«1 Prozent für eine ambitionierte Luzerner Sportförderung» heisst eine kantonale Initiative, die vor elf Monaten lanciert worden ist. Jetzt hat das überparteiliche Komitee die 4000 benötigten Unterschriften beisammen, wie es mitteilt. «Der Luzerner Sport ist bereit, Verantwortung zu übernehmen – nun braucht es auch die entsprechende Verbindlichkeit von Regierung und Parlament», erkärt Michèle Albrecht. Die Krienser Mitte-Kantonsrätin und IG Sport-Luzern-Präsidentin ist gespannt, «wie die Regierung auf dieses Signal reagiert – und ob der Kanton Luzern bereit ist, Sportförderung als Zukunfts-, Gesundheits- und Gesellschaftspolitik zu behandeln».
Für dieses Jahr ist ein Gesamtaufwand von fast 5 Milliarden Franken budgetiert; ein Prozent davon wären also knapp 50 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im Planungsbericht über die Sportförderung hat der Kanton für den Zeitraum 2024 bis 2028 Massnahmen im Umfang von knapp 16 Millionen Franken vorgesehen – insgesamt. Mit der Initiative soll der Breiten- und Vereinssport im Kanton Luzern nachhaltig gestärkt werden. Zusätzlich zu den Mitteln aus dem Swisslos-Fonds soll der Sport künftig mit öffentlichen Mitteln des Kantons mitfinanziert werden. Für die Kultur werden jährlich rund 26 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.
Support von Links bis Rechts
Im Initiativkomitee engagieren sich neben Albrecht der parteilose IG-Sport-Vizepräsident Peter Regli, FDP-Kantonsrat Thomas Meier, SVP-Kantonsrat Thomas Gfeller, SP-Nationalrat Hasan Candan, SP-Kantonsrätin Andrea Pfäffli, Grüne-Kantonsrätin Rahel Estermann und GLP-Kantonsrat Tobias Lang. Präsidiert wird das Gremium vom ehemaligen SVP-Kantonsrat Urs Dickerhof. Der langjährige Sportfunktionär setzt sich schon lange für gleich lange Spiesse von Sport und Kultur ein. Die Übergabe der Unterschriftenbögen findet am 2. Juni um 11.15 Uhr vor dem Luzerner Regierungsgebäude statt. (avd)



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