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Wildschadenverhütung

Luzerner Regierung will Waldbesitzern unter die Arme greifen

Rohre aus Kunststoff schützen junge Bäume vor Wildverbiss. Nun stellt der Luzerner Regierungsrat eine Beteiligung für die Entsorgung dieser Schutzvorrichtungen in Aussicht. Waldeigentümer sollen zudem einfacher Beitragsgesuche stellen können.
Reh, Gams und Rothirsch haben es vor allem auf junge Triebe abgesehen.
Bild: Symbolbild: Patrick Hürlimann

Wild knabbert gern an Knospen und Trieben von noch kleinen Bäumen. Als Schutzmassnahme haben sich Draht- oder Plastikkörbe, Plastikrohre und Knospenmanschetten bewährt. Für deren Entsorgung sind die Waldeigentümer verantwortlich. Das will der Luzerner Regierungsrat künftig auch explizit festschreiben, wie er in seiner Stellungnahme auf ein Postulat des Rothenburger SP-Kantonsrats Andy Schneider schreibt.

Schneider hat verlangt, dass die Regierung Massnahmen zur Förderung von ökologischen Wildschadenverhütungsmassnahmen prüft. Biologisch abbaubare Vorrichtungen aus Holz können laut Regierung aktuell die plastikbasierten Varianten noch nicht vollständig ersetzen, werden aber vom Kanton bereits gefördert.

200'000 Franken für Entsorgung

Zusätzlich soll nun der Kanton im Sinne eines Impulsprogramms Waldorganisationen bei der Beseitigung von alten, nicht mehr funktionalen Schutzvorrichtungen finanziell unterstützen. Der Regierung schwebt ein Betrag von 200'000 Franken vor, verteilt und befristet auf vier Jahre. Die Waldeigentümer sollen zudem einfacher Gesuche einreichen können, um Beiträge für neue Massnahmen zu erhalten. Der Regierungsrat spricht sich daher für eine Erheblicherklärung des Postulats aus. (avd)

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