Die Luzerner Innenstadt ist zwar schön und sauber, bequem ist sie aber bei weitem nicht. Dieses Feedback gab es auf eine Umfrage zur Attraktivität der Innenstadt, die letztes Jahr vom City-Management Luzern durchgeführt wurde. Kritik gab es auch an den mangelnden Grünflächen und Plätzen, die als zu wenig gestaltet wahrgenommen werden.
Nun haben das City-Management und die Stadt zusammen ein Pilotprojekt entwickelt, um die Innenstadt einladender zu gestalten. Mit sogenannten «City Lounges» sollen Plätze ansprechender werden. Dabei handelt es sich um hölzerne Möbel, die diese Woche in der Alt- und Kleinstadt verteilt wurden. Sie bieten Sitzplätze und sollen eine Spur Grün in das städtische Grau bringen.
Aufgestellt wurden die «Lounges» am Franziskanerplatz, Reusssteg, Hirschenplatz, Schwanenplatz und im Löwengraben. Dort sollen sie zum Verweilen einladen, wie das City-Management in einer Mitteilung schreibt. Gebaut und entwickelt wurden sie in Luzern von der Abteilung Stadtgrün. Bei Bedarf können die Elemente verschoben oder ganz abgebaut werden, etwa bei Veranstaltungen. Während der ersten Saison sollen Erfahrungen mit diesen mobilen Elementen gesammelt werden. Ein festes Datum für ihren Abbau gibt es nicht, das City-Management will die Situation laufend einschätzen.
Die Stadt Luzern hat bereits Erfahrungen mit solchen temporären Anlagen gemacht. Immer wieder kommen bewegbare Elemente zum Einsatz, momentan an prominenter Lage am Löwenplatz. Dort lockern bepflanzte Kästen das Mikroklima auf, bis die Entsiegelung des Platzes Fahrt aufnimmt.
Pop-Up-Parks kommen zurück
Neben den «City Lounges» wird es diesen Sommer wieder Pop-Up-Parks in der Stadt geben. Von Juni bis September werden Parkplätze und Quartierstrasse mit temporären Elementen zu Parks verwandelt.
Interessierte konnten sich bei der Stadt melden und mögliche Orte für Pop-Ups vorschlagen. Diese werden dann für zwei bis vier Monate zur Aufenthaltsfläche, das Material dafür stellt die Stadt zur Verfügung. Für die kommende Saison steht beispielsweise ein Standort in der Geissmatthöhe fest. Weitere seien noch in Abklärung, unter anderem in der Sentimatt, wie die Stadt auf Anfrage sagt.
Ursprünglich lanciert wurden die Pop-Up-Parks im Coronasommer 2020. Man sei nach wie vor zufrieden mit dem Projekt, da es ein gutes Werkzeug für die Quartiere sei, so die Stadt. Das Material für die Parks habe man in einem Lager, solange dieses besteht, würden also Pop-Ups angeboten. (nsi)





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