Finanzen

Luzerner Gemeinden stehen bei den Schulden sowie der Selbstfinanzierung schlechter da

Die Finanzhaushalte der Gemeinden sind insgesamt gut aufgestellt. Die Zahl der nicht eingehaltenen Grenzwerte ist jedoch deutlich gestiegen. Vor allem drei Gemeinden stechen heraus.

Die Luzerner Gemeinden haben im vergangenen Jahr ihre Finanzen mehrheitlich im Griff gehabt. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von Lustat Statistik Luzern. Doch bei den sogenannten Finanzkennzahlen schneiden die Kommunen schlechter ab, als noch 2024. Im Rechnungsjahr 2025 seien mehr Grenzwerte nicht eingehalten worden als im Vorjahr, heisst es in einer Mitteilung. Die Anzahl der nicht erfüllten Grenzwerte habe um 27 zugenommen. Neu seien es insgesamt 93 nicht erfüllte Grenzwerte.

Die höchsten Zunahmen nicht erfüllter Vorgaben stellt Lustat bei den beiden Kennzahlen Selbstfinanzierungsgrad (22 Gemeinden erfüllten nicht) und Nettoschuld pro Einwohner/in (19 Gemeinden) fest. Insbesondere den Selbstfinanzierungsgrad streicht Lustat heraus. Diese Kennzahl sei für die betroffenen Gemeinden relevant, weil ihre Nettoschuld pro Einwohner/in mehr als 1500 Franken betrage.

Von den 79 Luzerner Gemeinden erfüllen 49 alle Vorgaben der Finanzkennzahlen. Dazu zählen Luzern, Kriens und Horw. 30 Gemeinden halten 2025 die Vorgaben von mindestens einer Kennzahl nicht ein. 24 Gemeinden erfüllen die Vorgaben von zwei oder mehr Kennzahlen nicht. Die Gemeinden Eich, Schenkon und Schlierbach halten gar 6 der 8 Kennzahlen nicht ein. (jh)

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