Stadt Luzern

SP will Touristenautos und -taxis aus der Altstadt verbannen

Dass Hotelgäste mit dem Auto vor Hotels fahren, widerspreche den Bestrebungen für eine möglichst autofreien Altstadt.

Die Luzerner Altstadt gilt seit 1973 als autofrei – doch es gibt diverse Ausnahmebewilligungen. Künftig wird die Zufahrt zur Altstadt mit Senkpollern geregelt, denn zwei von fünf Fahrzeugen sind illegal in der Altstadt unterwegs. «Eine zentrale Ausnahme besteht jedoch weiterhin», schreibt die Stadtluzerner SP in einem Postulat. «Hotelgäste dürfen mit Privatautos und Taxis bis an die Hotels heranfahren.»

Das will die Partei ändern, denn dieses Privileg für Touristinnen und Touristen stehe im Gegensatz zu den Bestrebungen, die Altstadt möglichst von Autos zu befreien. Fahrten von Hotelgästen senken gemäss SP die Aufenthaltsqualität und sorgen für weniger Sicherheit für den Fussverkehr. Das sei ein systematisches Problem.

Die SP verweist im Postulat auch auf «vergleichbare Städte» wie Saas-Fee, Barcelona, Utrecht und Florenz, in denen Gepäcktransporte über Umschlagpunkte am Rand der Altstadt organisiert werden.

Der Stadtrat solle prüfen, wie die Zufahrt zur Altstadt für Hotelgäste aufgehoben werden kann und welche Ausnahmen für Personen mit Mobilitätseinschränkungen vorzusehen sind. Weiter soll er klären, wo Umschlagplätze eingerichtet werden können und wie eine «nachhaltige Gepäcklogistik» organisiert werden kann, insbesondere mit Blick auf Cargovelos. (gwa)

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