Statistik

Zuzüge aus dem Ausland lassen Luzern wachsen

Zwischen 2015 und 2025 gewann der Kanton netto 33'700 Einwohnerinnen und Einwohner. Besonders mobil sind junge Erwachsene.

Wer im Kanton Luzern den Wohnort wechselt, ist häufig jung – und zieht überdurchschnittlich oft über Gemeinde- oder Kantonsgrenzen hinweg. Die neuesten Auswertungen von Luzern Statistik (Lustat) für die Jahre 2015 bis 2025 zeigen dabei, wie stark die Bevölkerungsentwicklung von der Zuwanderung abhängt.

In diesem Zeitraum kamen unter dem Strich rund 33'700 Personen hinzu. Die Wanderungsbewegungen machten damit 71,8 Prozent des gesamten Bevölkerungswachstums aus. Entscheidend war der Austausch mit dem Ausland: 78'185 Personen zogen aus dem Ausland nach Luzern, 47'878 verliessen den Kanton dorthin. Das ergibt ein Plus von 30'307 Personen – und damit den Grossteil des Wanderungsgewinns.

Junge Erwachsene sind umzugsfreudig

Deutlich kleiner fiel die Bilanz mit den übrigen Kantonen aus. Zwar zogen 89'130 Menschen aus anderen Kantonen nach Luzern, gleichzeitig gingen 85'758 weg. Das Plus beträgt 3372 Personen. Zwischen 2016 und 2018 war der Saldo sogar negativ. Besonders Zürich zieht Luzernerinnen und Luzerner an: Gegenüber dem Kanton Zürich resultierte über den ganzen Zeitraum ein Minus von 3361 Personen. Auch die Nationalität spielt eine Rolle. Seit der Jahrtausendwende zogen jedes Jahr mehr ausländische Staatsangehörige in den Kanton Luzern, als ihn verliessen. Bei Schweizerinnen und Schweizern liegt das Wanderungssaldo näher bei null. 2025 verliessen 313 mehr von ihnen den Kanton, als neu zuzogen.

Am grössten ist der Wanderungsgewinn bei den 20- bis 39-Jährigen: Hier beträgt das Plus 19'840 Personen und stammt fast vollständig aus dem Ausland. Auch bei Kindern und Jugendlichen sowie bei den 40- bis 64-Jährigen ist die Bilanz positiv. Bei den 65-Jährigen und Älteren resultiert dagegen ein Minus von 387 Personen. Rund um das Pensionsalter ziehen insbesondere mehr Menschen ins Ausland als von dort nach Luzern kommen.

Familien ziehen aufs Land

Innerhalb des Kantons zeigt sich eine leichte Bewegung weg von den städtischen Gemeinden. Diese verloren im Austausch mit intermediären und ländlichen Gemeinden insgesamt 3529 Personen. Von einer Stadtflucht könne aber keine Rede sein, hält Lustat fest. Dagegen sprechen die insgesamt grossen Wanderungsbewegungen zwischen den Raumtypen.

Das Alter prägt diese Umzüge deutlich. Junge Erwachsene wechseln besonders häufig zwischen städtischen, ländlichen und intermediären Gemeinden. Familien mit kleinen Kindern ziehen vergleichsweise oft aus städtischen Gemeinden in intermediäre oder ländliche Gebiete. Über die Gründe geben die Daten allerdings keine Auskunft. Ab etwa 40 Jahren nimmt die Zahl solcher Wechsel deutlich ab. Im Alter werden sie selten.

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