Es ist ein Kuriosum: Wer im Kanton Luzern ein schwach motorisiertes Mini-Elektroauto fuhr, musste seit 2025 höhere Verkehrssteuern als für ein vier Mal schwereres PS-Monster zahlen. Das sorgte auch in der Politik für Diskussionen. So reichte GLP-Kantonsrat Mario Cozzio (Sursee) ein entsprechendes Postulat ein.
Der Regierungsrat passt aufgrund dieses Vorstosses nun die Strassenverkehrsverordnung erneut an. Ab dem 1. Januar 2027 werden Kleinmotorfahrzeuge und dreirädrige Motorfahrzeuge nach demselben Modell besteuert wie dreirädrige Motorräder. Wie die Regierung schreibt, beträgt für Fahrzeuge bis 13 Kilowatt Antriebsleistung die jährliche Verkehrssteuer neu 122 Franken. Für jedes weitere Kilowatt werden zusätzlich 1.90 Franken verrechnet. «Vollelektrische Fahrzeuge erhalten zudem einen Technologieausgleich sowie eine zusätzliche unbefristete Steuerreduktion.»
Wie es weiter heisst, sinke die Verkehrssteuer für Fahrzeuge wie den Microlino oder den Renault Twizy dadurch auf neu 49 Franken pro Jahr. Bisher mussten die Besitzer solcher Fahrzeuge mindestens 165 Franken bezahlen. Damit passt sich der Kanton Luzern den Kantonen Zug und Schwyz an, dort ist die Motorfahrzeugsteuer für vollelektrische Kleinwagen derzeit rund drei Mal tiefer. (sfr)

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