Kehrtwende

Widerstand aus dem Quartier: Stadt Luzern stoppt umstrittenes Verkehrsprojekt

Die geplante Umgestaltung der Villen- und Moosstrasse ist vorerst vom Tisch. Grund sind zahlreiche negative Rückmeldungen aus dem Quartier.

Die Stadt Luzern stoppt die geplante Umgestaltung der Villen- und Moosmattstrasse. Nach zahlreichen kritischen Rückmeldungen aus dem Quartier zieht der Stadtrat die Ende August öffentlich aufgelegten Verkehrsanordnungen zurück. Damit bleibt bei der Verkehrsführung vorerst alles beim Alten. Geplant war, die Villenstrasse zur Velostrasse umzubauen, die Kreuzung Moosstrasse/Eschenstrasse in eine Begegnungszone zu verwandeln und auf der Moosmattstrasse ein Durchfahrtsverbot einzuführen. Damit wollte die Stadt den Durchgangsverkehr reduzieren.

Im August wurden über 1300 Haushalte über die Pläne informiert. Während einige Anwohnende die Massnahmen lobten, gab es auch viel Kritik, insbesondere von den Quartiervereinen Obergrund und Sternmatt. Diese kritisierten die Partizipationsmöglichkeiten und äusserten Bedenken über das Durchfahrtsverbot. Stadtrat Marco Baumann sagt auf Anfrage: «Ausschlaggebend, dass das Projekt gestoppt wird, war die Kritik der Quartiervereine, die der Stadtrat ernst nimmt.»

Der Tenor in den Onlinekommentaren eines vorherigen Beitrags dieser Zeitung ist kritisch gegenüber den Plänen der Stadt. Es werden sowohl die Abschaffung der Parkplätze, als auch die rücksichtslose Fahrweise der Velos diskutiert.

Der Stadtrat hält laut Mitteilung zwar weiterhin an den Zielen des Projekts fest. Die Massnahmen sollen nun jedoch in einem partizipativen Prozess neu geprüft werden. Eine Informationsveranstaltung ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)