Stadt Luzern

Neue Stiftung für psychische Gesundheit – der Stadtrat will diese Forderung prüfen

Der Luzerner Stadtrat will den Vorstoss der Grünen/Jungen Grünen entgegennehmen – aber «nur» als Postulat.

Prävention und Sensibilisierung fördern, niederschwellige Angebote unterstützen, bestehende Organisationen vernetzen oder alternative Wohn- und Unterstützungsformen stärken: Das und noch mehr soll in der Stadt Luzern eine neue Förderstiftung für psychische Gesundheit bieten – und zwar nicht in Form von eigenen Leistungen, sondern indem sie etablierte und neue Organisationen finanziell und mit fachlichem Wissen unterstützt. Der Luzerner Stadtrat ist bereit, eine solche Stiftung vertieft zu prüfen, wie es in der Stellungnahme zu einer Motion der Grünen/Jungen Grünen heisst. Er beantragt dem Stadtparlament daher die Erheblichkeitserklärung der Motion als Postulat.

Der Motionär Marco Müller und die Motionärinnen Selina Frey und Monika Weder begründen ihren Vorstoss mit der steigenden Belastung durch psychische Erkrankungen in allen Altersgruppen und der unzureichenden Versorgungslage im Kanton Luzern. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen habe die Anzahl der Fälle und deren Schwere zugenommen und es komme zu teils monatelangen Wartezeiten für eine Behandlung. Ihnen schwebt ein zweistelliger Millionenbetrag als Stiftungskapital vor – die Stadt habe genug Geld mit Blick auf die Überschüsse der letzten Jahre.

Folgekosten sind noch unklar

Der Stadtrat zeigt grundsätzlich Verständnis für das Anliegen. In seiner Stellungnahme hält er fest, dass psychische Erkrankungen «in allen Altersgruppen» zunähmen. Allerdings fragt er sich, ob eine auf die Stadt begrenzte Stiftung ein geeignetes und wirksames Mittel darstellt. Dies müsse – in Absprache mit dem Kanton – zwingend Gegenstand der Prüfung sein. Vor einem definitiven Entscheid sollen deshalb mehrere Punkte geklärt werden: unter anderem der konkrete Zweck der Stiftung, die Finanzierung sowie die Abgrenzung zu kantonalen Aufgaben. Angaben zu den Folgekosten kann der Stadtrat noch keine machen. (hor)

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