Wer ein tiefes Einkommen hat, soll finanzielle Unterstützung oder Gutscheine von der Stadt Luzern erhalten. Dies, um damit nachhaltig produziertes Gemüse und Früchte kaufen zu können. Das schlägt die GLP mit einem Postulat vor. Sie will damit die gesunde Ernährung sowie die regionale und nachhaltige Landwirtschaft stärken. Der Stadtrat hält jedoch nicht allzu viel von der Idee und lehnt den Vorstoss ab, wie er in seiner nun veröffentlichten Postulatsantwort schreibt.
Die Exekutive argumentiert einerseits mit «erheblichen Kosten». Neben der effektiven Unterstützung wären auch «aufwendige Vorabklärungen» nötig, etwa zu passenden Angeboten, Finanzierungsmechanismen und dazu, wer überhaupt Anspruch auf solch ein Unterstützungsangebot haben soll. Andererseits sei der Nutzen fraglich, denn mit dem Caritas-Markt bestehe in der Region bereits ein Angebot für Menschen mit knappem Budget. Zudem sei unklar, wie stark ein solches städtisches Unterstützungsangebot überhaupt genutzt würde.
Weiter würde die regionale Landwirtschaft aus Sicht des Stadtrates kaum gefördert. Höchstens einzelne Projekte, die etwa Ernteanteile in Aboform anbieten, könnten profitieren. «Eine strukturelle Förderung der regionalen Landwirtschaft liesse sich damit nicht erreichen.» (std)
Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.