Uhren und Souvenirs: Auf den Tourismus ausgerichtete Geschäfte erhalten eine Spezialbewilligung, wenn sie am Sonntag ihre Türen öffnen wollen. Auch ein Sockengeschäft hat jüngst eine solche Bewilligung erhalten, wie diese Zeitung berichtete. Dieser Umstand hat die Aufmerksamkeit der SP/Juso-Fraktion im Luzerner Stadtparlament erregt. «Dass sogar ein Sockengeschäft diese Bewilligung erhalten hat, lässt aufhorchen», schreibt sie in einem Postulat.
Für Angestellte seien Sonntagsverkäufe problematisch. Es gebe unregelmässige Arbeitszeiten und oft habe das Personal da keine Wahl. Auch würden Familien belastet, da am Sonntag gemeinsame freie Zeit verloren gehe. Damit steige im Detailhandel – wo die Löhne oft tief seien – der Druck, flexibel und zu ungünstigen Zeiten zu arbeiten.
Daher fordert die Fraktion vom Stadtrat, dass dieser restriktive Anforderungen für Bewilligungen von Sonntagsverkäufen stellt. So sollen nur Geschäfte eine Bewilligung erhalten, die mindestens 75 Prozent ihres Jahresumsatzes mit Touristinnen und Touristen erzielen. Aktuell verlangt die Stadt einen Mindestprozentsatz von 50 Prozent. Weiter sollen Bewilligungen nur erteilt werden, «wenn der Betrieb trotz regelmässiger Sonntagsarbeit die Sonntagszulage von 50 Prozent bezahlt». (gwa)


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