Stadt Luzern

Besserer Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz

Die Stadt Luzern erarbeitet bereits ein neues Konzept zu Grenzverletzungen am Arbeitsplatz.

Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz sind nach wie vor Realität. Viele Vorfälle werden laut Studien aus Angst nicht gemeldet, wie SP und Grüne in einem Postulat im Luzerner Stadtparlament schreiben. Die beiden linken Fraktionen wollen den Schutz der städtischen Mitarbeitenden vor sexueller Belästigung und Diskriminierung stärken.

Nun liegt die Antwort des Stadtrats auf das Postulat vor. Er schreibt, die Sensibilisierung solle durch regelmässige Kampagnen verstärkt werden. Unabhängig vom Postulat erarbeite die Stadt derzeit ein Konzept zum Thema «Konflikte und Integritätsverletzungen am Arbeitsplatz». Dieses befasst sich ausdrücklich mit sexueller Belästigung, Diskriminierung und anderen Formen von Grenzverletzungen innerhalb der Stadtverwaltung.

Weiter erwähnt der Stadtrat die Ombudsstelle, die den Mitarbeitenden bereits heute als unabhängige und vertrauliche Anlaufstelle zur Verfügung stehe. Zudem gebe es Beratungsangebote der Movis AG und der Plattform belaestigt.ch, die den Mitarbeitenden der Stadt ebenfalls bekannt seien.

Ob zusätzliche Anlaufstellen oder interne Vertrauenspersonen geschaffen werden sollen, will der Stadtrat prüfen. Auch eine Ergänzung des Auftrags der Fachstelle für Gleichstellung wird geprüft. Eine anonyme Anlaufstelle dient ausschliesslich der Beratung und Unterstützung. Möchte eine betroffene Person hingegen ein formelles Verfahren einleiten, muss sie sich zu erkennen geben. (ma)

Mehr zum Thema:

Mehr zum Thema:

Kommentare (0)